Pilgerschaft der Kunst
«Glücksland» Bhutan in der Jahrhunderthalle – für die, die es erleben durften, der spirituelle Höhe- und Endpunkt des diesjährigen Festivals.
Brücke zum Nirwana – Wagners «Tristan und Isolde»
Wie 2009 mit Schönbergs «Moses und Aron» und 2010 mit der Uraufführung von «Leila und Madschnun» (einer aktualisierten, leider gescheiterten Musiktheaterfassung des altpersischen Epos durch Albert Ostermaier und Samir Odeh-Tamimi) inszenierte Willy Decker auch diesmal die Eröffnungspremiere in der Bochumer Jahrhunderthalle selbst.
Nach der exemplarischen Auseinandersetzung mit einem bilderlosen Glauben, nach der spirituellen Liebesgeschichte des persischen Kulturkreises nun also das berühmteste Liebespaar der Operngeschichte. Die Wahl lag nahe, hat der damals im Sog von Schopenhauers Philosophie stehende Wagner in den Briefen an seine Zürcher Muse Mathilde Wesendonck doch selbst mehrfach auf die Nähe seiner Musik und ihrer glühenden Todessehnsucht zum Buddhismus hingewiesen. Die geistigen Wurzeln dieses Weltentsagungswerks allerdings reichen weiter, nämlich über Novalis’ «Hymnen an die Nacht» und die sakralen Allegorien des spanischen Barockdramatikers Calderón bis zur mystischen Ekstatik des ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt November 2011
Rubrik: Im Focus, Seite 6
von Uwe Schweikert
Prinzipien haben sie an der Opéra national du Rhin. Eine Uraufführung pro Spielzeit soll es sein und mit ihr ein Beitrag zum «Musica»-Festival. Diesmal ging der Auftrag an Philippe Manoury, Jahrgang 1952. Er tat sich mit dem Librettisten Jean-Pierre Milovanoff zusammen. Heraus kam «La Nuit de Gutenberg», ein Werk, das in der Geschichte Straßburgs verankert ist....
Er wurde ein echter amerikanischer Held: Rick Rescorla, die Hauptfigur der neuen Oper von Christopher Theofanidis und der Librettistin Donna DiNovelli. Geboren und aufgewachsen im englischen Cornwall kämpfte er zunächst als Söldner in Rhodesien, bevor er sich bei der US-Armee als Freiwilliger meldete und im Vietnamkrieg durch Tapferkeit auszeichnete. Seine größte...
Jubilare
Geboren wurde Sena Jurinac am 26. Oktober 1921 im bosnischen Travnik. Sie studierte am Konservatorium von Zagreb bei Mila Kostrencic Gesang und debütierte 1942 am Nationaltheater von Zagreb in Puccinis «La Bohème» als Mimì, bevor sie kurz darauf von Karl Böhm an die Wiener Staatsoper engagiert wurde, wo sie 1951 zur Kammersängerin ernannt wurde und deren...
