Ein Eisberg für alle
Bisher war Sydney die einzige Stadt der Welt, deren Wahrzeichen ein Opernhaus ist. Ganz wie auf dem fünften Kontinent wird bald auch in der alten Welt eine Stadt in Europa ein Haus für Musiktheater zur Ikone erheben: Ausgerechnet in Oslo wird am 12. April ein spektakulärer Opernneubau eingeweiht, der die Holmenkollen-Skisprungschanze als Wahrzeichen der norwegischen Hauptstadt ablösen wird. Dann öffnet sich nach fünfjähriger Bauzeit erstmals offiziell der große Bühnenvorhang der neuen norwegischen Staatsoper.
Dieser Vorhang ist ein «MetaFoil» genanntes Kunstwerk von Pae White aus den USA, das aussieht wie zerknüllte Aluminiumfolie.
Im «Bjørvika» genannten Hafen von Oslo, in dem die kleinen Fähren und großen Kreuzfahrtschiffe anlegen, wirkt das riesige strahlend weiße Opernhaus, das auf einer künstlichen Insel steht, wie ein gigantischer Eisberg. Entworfen von dem bekannten norwegischen Architekturbüro Snøhetta, das sich im Jahr 2000 bei einem großen internationalen Architekturwettbewerb durchsetzen konnte, bricht die neue Oper alle Rekorde: Auf fast 40 000 Quadratmetern Fläche liegen mehr als hundert Räume. Über 600 Mitarbeiter haben in dem Neubau ihren Arbeitsplatz. Wichtiger ...
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