Klangzauber

Saariaho: L'Amour de loin in London

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Erinnern wir uns. Erinnern wir uns an Helsinki, September 2004. An das Meer, das auf unerklärliche Weise den Weg auf die Bühne der Finnischen Nationaloper genommen hatte, und an diesen transparenten, weiß und schwarz schimmernden Nachen, wie von Lohengrin ersonnen, aber nicht von ihm gezogen, darin ein Mann den Weg zur fernen, ja unsterblichen Geliebten suchte und auch fand. Und dann, in diesem großen Moment, ins Jenseits hinüberfuhr, und obwohl das alles so unglaublich traurig ist, doch ein ungeheures Entzücken über der Szene lag.


«L’Amour de loin», Kaija Saariahos erstes Opus für das Musiktheater, hatte an diesem Abend die richtigen Interpreten gefunden. George Tsypin hatte den wunderbar zeitlosen Raum gestaltet, Peter Sellars darin in schlichter, ergreifender Manier Regie geführt, Esa-Pekka Salonen das Orchester der Finnischen Nationaloper mit einer Mischung aus Clarté, Klangsinn und hauchzarter Sinnlichkeit durch die irisierende, schlüssig konzipierte, ungemein organische, modal-mikrotonal gefügte Partitur geführt und dabei gar nicht viel tun müssen, um die Sänger Dawn Upshaw als Cleménce, Gerald Finley in der Partie des Jaufré Rudel und Monica Groop (Pilger) zu ...

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Opernwelt August 2009
Rubrik: Panorama, Seite 46
von Jürgen Otten

Vergriffen
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