Troll mit Trolley
Nicht schon wieder, möchte man auf den ersten Blick sagen. Nicht schon wieder dem Theater beim Erschaffen der Illusion zusehen müssen. Nicht schon wieder diese Versuchsanordnung zum Thema «Wie fülle ich eine leere Bühne». Aber erstens passt zu einer Oper nach Shakespeare diese elisabethanische Purheit. Zweitens hat Regisseur Michiel Dijkema an diesem Hause schon mit seiner bildermächtigen Inszenierung von Florian Gassmanns «L’opera seria» gezeigt, dass er als Bühnenzauberer ein paar wirkungsvolle Tricks auf Lager hat.
Und drittens malt in Brittens «Sommernachtstraum» die Musik ihre ganz eigenen Bilder.
Und da kann Hannovers Generalmusikdirektorin Karen Kamensek (die gerade angekündigt hat, ihren im nächsten Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen) deutliche Akzente setzen. Auch wenn das Raunen und Fragen des knappen Vorspiels noch ein bisschen geheimnisarm tönt: Das Niedersächsische Staatsorchester findet unter ihrer Leitung zu kammermusikalischer Präzision und Klarheit. Zudem arbeitet Kamensek im dritten Akt den musikalischen Witz der Handwerkerposse pointiert heraus.
Aus dem Weber, dem Schneider und dem Kesselflicker sind in Hannover Bauarbeiter geworden, die mit ...
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Opernwelt Mai 2014
Rubrik: Panorama, Seite 44
von Rainer Wagner
Auf seiner Website nennt er sich «Saddo», vom englischen sad. Dabei klingt seine
Lebensgeschichte gar nicht so traurig. Der britische Tenor Christopher Gillett steht seit 35 Jahren auf der Bühne, überall. An der Scala, in Aix, in Los Angeles. In London hat er einst unter Carlos Kleiber gesungen, Rodrigo in Verdis «Otello». Kürzlich half er an der Seite von Diana...
In «Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes» erzählt Friedrich Torberg unter anderem von einem Gast namens Soyka, der einst das Wiener Café Herrenhof in komplettem Reitkostüm mit Schaftstiefeln, Sporen und Gerte betrat. Worauf der Schriftsteller und Aphoristiker Alfred Polgar süffisant bemerkte: «Ich hab’ ja auch kein Pferd, aber so kein Pferd wie der...
Markus Eiche
Residenzverträge an der Wiener Staatsoper und Bayerischen Staatsoper in München, Einladungen aus aller Welt. Doch Oper ist nicht das Einzige, was Markus Eiche (Jahrgang 1969) interessiert. In Bayreuth wird er diesen Sommer im «Tannhäuser» den Wolfram singen.
Sasha Waltz
Halb zog er sie, halb sank sie hin: Richard Wagner und Sasha Waltz – dieses Gespann...
