Nicht nur für Wunderlich-Verehrer
Ein kleines Wunder zur rechten Zeit, nämlich pünktlich zum Mahler-Jahr: Die lange verschollen geglaubten Original-Bänder einer ORF-Aufzeichnung seiner Vokal-Symphonie «Das Lied von der Erde» vom Juni 1964 mit den Gesangssolisten Fritz Wunderlich und Dietrich Fischer-Dieskau tauchten als Kopie unerwartet im Privatarchiv der Familie des Dirigenten Josef Krips auf. Nicht nur der Rang der beteiligten Künstler, sondern auch das denkwürdige Ergebnis ihrer Zusammenarbeit legte eine Veröffentlichung auf CD nahe, obwohl der Markt mit etwa 120 Aufnahmen des Werkes mehr als gesättigt ist.
Wunderlich hat den Tenorpart unter Otto Klemperer im Studio gesungen, von Fischer-Dieskau liegen zwei Einspielungen (unter Paul Kletzki und Leonard Bernstein) vor, gemeinsam standen sie wenige Wochen vor dem Wiener Festwochenkonzert mit den Bamberger Symphonikern unter Joseph Keilberth auf dem Podium. Auch diese Aufführung wurde, wenngleich inoffiziell, als CD veröffentlicht.
Doch diese Konkurrenz macht den bei Deutsche Grammophon sorgfältig restaurierten, klanglich mehr als befriedigenden Mitschnitt nicht überflüssig. Denn man ist geneigt, Fischer-Dieskau zuzustimmen, wenn er ihn «die schönste Aufführung des ...
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Opernwelt Juli 2011
Rubrik: Medien/CDs, Seite 29
von Ekkehard Pluta
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