Eötvös: Drei Schwestern

Oldenburg, Eötvös: Drei Schwestern

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Dass die Tschechow-Adaption «Drei Schwestern» von Peter Eötvös zu den momentan wichtigsten Werken des Musiktheaters gehört, zeigt sich nicht nur an der Zahl ihrer Aufführungen, sondern auch an den variantenreichen Möglichkeiten ihrer szenischen Realisierung.

In Oldenburg führt Regisseurin Andrea Schwalbach das Stück, bedingt auch durch die Besetzung der als Countertenöre vorgesehenen Rollen mit Frauenstimmen, wieder näher an die impressionistische Grundstimmung der Vorlage, an die Haltung des unausgesprochenen In-der-Schwebe-Lassens heran, durchsetzt das Ganze aber mit Akzenten des surrealen Theaters. Eine feinsinnig aus­tarierte Inszenierung, in der die Figuren, teils in grotesken Verzerrungen der Bewegung, teils in einer Körperlichkeit von hoher ästhetischer Eleganz, in einen dialektischen Spannungsbogen gestellt werden – unterstützt durch Anne Neusers Bühnenbild mit Elementen einer verfremdend reduzierten Realität und den dazu kontrastierenden farb- und formschönen his­torisierenden Kostümen.
Aus dem homogenen Gesangs­en­semb­­­le ist vorrangig zu nennen Irina Wischnizkaja, deren seelenvoll-anrüh­render Sopran der Jüngsten der Schwes­tern, Irina, mit luzidem Klang Gestalt ...

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Opernwelt Januar 2008
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 49
von Gerhart Asche

Vergriffen
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