Ergreifendes Kammerspiel
Ostwestfalen-Lippe brennt für Richard Wagner. Während das Theater Bielefeld, die größte Bühne der Region, sich auffallend abstinent gibt und das kommende Jubiläumsjahr zu ignorieren scheint, wagt man an den umliegenden Kleinsthäusern immer wieder das schier Unmögliche: Im Landestheater Detmold, einem Theaterjuwel mit knapp 650 Plätzen, gibt es einen vollständigen «Ring» im Repertoire, der mehr als respektabel ist, zudem einen ebensolchen «Parsifal».
Und im neobarocken Stadttheater Minden, das sogar noch 100 Plätze weniger zählt, hat sich der örtliche Richard-Wagner-Verband nun zu seinem 100. Geburtstag «Tristan und Isolde» geschenkt – nach «Holländer», «Tannhäuser» und zuletzt «Lohengrin» (2009) die vierte eigenständige Produktion einer ausgewachsenen Oper des Meisters. Die Fäden laufen seit zehn Jahren bei der Rechtsanwältin Jutta Winckler zusammen, der Ersten Vorsitzenden des inzwischen auf knapp 350 Mitglieder angewachsenen Mindener Wagner-Verbandes – des einzigen weltweit, der selbst als Produzent auftritt.
Das jüngste Ergebnis zeigt, wie sich der Enthusiasmus von Laien hier auf das Glücklichste mit höchster Professionalität und gewitztem Pragmatismus vereint. Selbst mit viel ...
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Opernwelt November 2012
Rubrik: Panorama, Seite 51
von Regine Müller
Zu den Vorzügen der neuen Met-Produktion von «L'elisir d'amore», die nun dankenswerterweise John Copleys Kitschorgie von 1991 ablöst, gehört eines sicher nicht: ein einfühlsames Dirigat. Es scheint der Met einfach nicht gelingen zu wollen, einen wirklichen Belcanto-Spezialisten zu engagieren, und so stand ein weiteres Mal der ehrbare Maurizio Benini am Pult. Er hob...
Die Zeiten, als Leyla Gencer selbst die Jury für den von ihr initiierten Gesangswettbewerb nach Istanbul rief, sind natürlich lange vorbei. Vor vier Jahren ist die türkische Sopranistin in Mailand gestorben, fünf Monate vor ihrem 80. Geburtstag. Ihr Stammhaus war die Scala, ihre Wahlheimat Italien und Inbegriff der Gesangskunst für sie das Belcanto-Repertoire. Nach...
ARD
23.11. – 0.30 Uhr
«Zum Sterben schön».
Film von Harald Woetzel über Musik für das letzte Finale.
ARTE
1./7./13./19.11. – 6.00 Uhr
Vadim Repin interpretiert
Lalo: Symphonie espagnole. Orchestre philharmonique de Radio France, Myung-Whun Chung.
2.11. – 6.00 Uhr
Für mein Leben habe ich kämpfen müssen.
Dokumentation von Georg Wübbolt über Sir Georg Solti.
4.11. – 17.10 Uhr
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