Szenisch verschenkt
Knuddelig schauen sie aus, die drei Bernhardiner! Sie tragen zwar Prothesen, doch schließen wir sie deswegen umso inniger ins Herz. Leider sind die fantastischen Drei nicht echt, sondern nur Einrichtungsgegenstände, uns vage bekannt aus Haushalten von Zeitgenossen, die viel Geld und wenig Geschmack haben.
Wollte Regisseur Mariano Pensotti damit auf die «herrschende Klasse» verweisen, deren Privilegien er im Programmheft ebenso geißelt wie das «System juristischen Unrechts» und die Zurichtung des «weiblichen Körpers als Schlachtfeld» durch das Patriarchat? Dann hätte er nicht nur die falsche Rasse gewählt. Denn in Alberto Ginasteras 1971 uraufgeführter, letzter Oper symbolisiert das Hundegebell namenloses Grauen. Wer diese Kreaturen unbedingt auf die Bühne bringen muss, sollte wenigstens Dobermänner nehmen, wie es vor drei Jahren Alejandro Tantanian in seiner meisterlichen Inszenierung am Teatro Colón in Buenos Aires getan hat. Wirklich nötig ist es allerdings nicht, birgt doch schon Ginasteras Partitur all den Horror eines Sujets, das die Knechtung und Vergewaltigung der jungen Beatrix durch ihren Vater zum Inhalt hat, samt Rachemord und finaler Hinrichtung, begleitet von ...
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Opernwelt Mai 2019
Rubrik: Panorama, Seite 48
von Volker Tarnow
Diese Übersicht bietet eine Auswahl der angekündigten Musiktheater- und Opernpremieren des Monats. Informationen zu Wiederaufnahmen und Repertoirevorstellungen finden Sie auf den Websites der Häuser. Eine Liste mit Kontaktdaten gibt es online unter diesem Link:
www.der-theaterverlag.de/serviceseiten/theaterlinks/
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B =...
Frau Takala, es ist frühmorgens um sieben, die Met ruft an und bittet Sie, am selben Abend die Königin der Nacht zu singen. Sagen Sie zu?
Ich könnte das machen, aber vielleicht nicht in New York; der Flug ist zu lang. In München hingegen wäre es denkbar. Grundsätzlich hängt meine Entscheidung davon ab, welche Partien ich parallel singe. Ist es beispielsweise etwas...
alpha
05.05. – 20.15 Uhr
Vineta – Versunkene Stadt
Der «Echo Klassik» in der Kategorie «Ensemble/Orchester des Jahres» ging 2014 an den Chor des Bayerischen Rundfunks für eine CD mit Chormusik von Alfred Schnittke und Arvo Pärt. Teile daraus finden sich auch im Soundtrack zu dem experimentellen Konzertfilm «Vineta – Vokale Visionen».
arte
05.05. – 17.40 Uhr
Andris...
