Musikalisches Wunderland
Wenn die Musikwelt heute von Venezuela spricht, ist in der Regel von einem Dorado der Nachwuchsförderung die Rede. Das Nationale Jugendorchester des Landes spielt unter dem venezolanischen Stardirigenten Gustavo Dudamel für die Deutsche Grammophon Beethoven ein, und die Riege prominenter Gastdirigenten, die inzwischen mit den jungen Musikern gearbeitet haben, reicht von Claudio Abbado über Zubin Mehta bis zu Simon Rattle. Jetzt soll auch für die singenden Talente ein Ausbildungsforum geschaffen werden.
Das Pilotprojekt für die avisierte neue Opernakademie wurde kürzlich in Caracas aus der Taufe gehoben – von keiner Geringeren als Mirella Freni.
«Eines Tages rief mich Claudio Abbado an und erklärte mir den humanitären Hintergrund des Musikerziehungssystems in Venezuela. Erst da habe ich begriffen, worum es eigentlich ging», sagt Mirella Freni während einer Pause der ersten Meisterklasse, die sie in Caracas gibt. «Ich bin froh, dass ich hierher gekommen bin. Das Ganze ist faszinierend und sehr bewegend.»
Claudio Abbado gehört schon seit einiger Zeit zu den leidenschaftlichen Unterstützern jenes einzigartigen Ausbildungssystems, das vor dreißig Jahren von dem Wirtschaftsexperten und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Ist es Ihnen auch schon oft so gegangen? Man sitzt in einer Aufführung, in der laut Programmzettel deutsch gesungen wird. Trotzdem versteht man kein Wort. Das kann selbst dann passieren, wenn ein Haus sich bewusst für eine deutsche Übersetzung, etwa bei Mozart oder Monteverdi, entschieden hat. Umgekehrt kommen Italiener, die in deutschen Opernhäusern Puccini in...
Zuerst einmal sei von Nestroy die Rede, den die Wiener so lieben, von «Einen Jux will er sich machen», vom «Zerrissenen». Oder von «Freiheit in Krähwinkel». Vielleicht auch vom «Bösen Geist Lumpazivagabundus». Denn zwischen den Assoziationen, die diese Titel auslösen, pendelt die Posse, die im Moment in Wien um den Staatsoperndirektor aufgeführt wird. Wer kommt...
Rimsky-Korsakows «Goldener Hahn» wollte in Dortmund nicht so recht die Flügel schlagen. Die «unglaubliche Geschichte» – so der Untertitel der Oper – fußt auf Alexander Puschkins gleichnamiger Verserzählung und ist, wie diese, Märchen und Groteske in einem. Ungleich schärfer noch als die Vorlage ist Rimskys Oper aber auch eine politische Satire auf die...
