Aufstand im Graben

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Opernwelt Mai 2008
Rubrik: Schlusswort, Seite 88
von Sigfried Schibli

Vergriffen
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Marschner: Der Vampyr

Schade, dass Stephan Suschke sich erst im zweiten Teil des Abends darauf besann, dass Opernregie mehr bieten sollte als ausgefeilte Dialoge und ein paar büh­nenwirksame Auftritte. Heinrich Marschners romantische Oper «Der Vampyr» hatte auf den Tag genau 180 Jahre nach der Leipziger Uraufführung in Würzburg Premiere – in jener Stadt also, wo der junge Richard Wagner...

Vergessene Wendestücke

Die Bühne erlebte die Revolution schon vier Jahrzehnte vor der Zeit. Vom Sturm auf die Bastille, die das Ancien Régime der franzö­sischen Aristokratie aus den Angeln heben sollte, träumten Mitte des 18. Jahrhunderts nicht einmal jene Aufklärer, die das Ohr am Mundwerk des Volkes hatten und alle Pomade aus Sprache und Künsten zu pusten trachteten. Zweifellos war die...

Wir sind uns nicht böse

Am Ende, als die Bravo- und Buhsalven aus dem Zuschauerraum prasselten, gab Essens GMD und Opernchef Stefan Soltesz dem Regisseur nicht nur die Hand, er umarmte ihn auch nicht jovial, sondern er machte ­gehorsamst einen Diener. Ja, es ist ein Coup, dass Hans Neuenfels in Essen in­szeniert, wo er doch schon vor Jahrzehnten Theatergeschichte geschrieben hat in...