Feine Linien, schiefe Proportionen
Vor drei Jahren hatte der damalige Intendant des Maggio Musicale, Francesco Giambrone, angekündigt, dass der «Parco della Cultura e della Musica» in Florenz, ein moderner Komplex für Opern-, Ballett- und Konzertveranstaltungen, dessen Baukosten damals auf 80 Millionen Euro veranschlagt wurden, am 28. April 2011 eröffnet werde. Schon bald stiegen die Kosten jedoch auf 105 Millionen Euro – eine Summe, die gemeinsam von der Gemeinde Florenz (42 Millionen), der Region Toskana (40 Millionen) und dem Staat (23 Millionen) geschultert werden sollte. Anlässlich des 150.
Jahrestages der Staatsgründung Italiens (2011) wurde das Budget um weitere 51 Millionen Euro aus einem Sonderfonds der «Presidenza del Consiglio», des italienischen Ministerratspräsidiums, aufgestockt. Die Gesamtkosten für das Projekt summierten sich schließlich auf 156,8 Millionen Euro.
Gleichwohl ist der Komplex nicht fristgerecht fertig geworden, die offizielle Einweihung des neuen Opern- und Konzerthauses musste um acht Monate auf den 21. Dezember 2011 verschoben werden – so konnte man gerade noch die Frist zur Inanspruchnahme der erwähnten staatlichen Sonderförderung einhalten. Seit Anfang Januar 2012 wird weitergebaut. ...
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Opernwelt Februar 2012
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Carlo Vitali
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Helmut Oehring ist Autodidakt. Gelernt hat der Ostberliner eigentlich Baufacharbeiter. Hat als Friedhofsgärtner, Forstarbeiter, Altenpfleger gejobbt. Bis er die Musik als seine Berufung entdeckte. Gitarre spielte er schon lange. Verehrte Queen, Pink Floyd, Jimi Hendrix. Schrieb dann plötzlich aus heiterem Himmel ein Streichquartett. Friedrich Goldmann, dem er es...
