«Bitte wie gedruckt»
«Dirigierende Frauen» – das war lange die landläufige Bezeichnung für weibliche Personen, die am Pult eines Orchesters stehen. Erst allmählich hat sich der heute gängige Begriff «Dirigentin» durchgesetzt. Ein Zeichen dafür, wie mühsam der Weg für Frauen oft verlaufen ist und teils immer noch verläuft, wenn sie sich für eine Dirigentenlaufbahn entscheiden. Auf der Laienebene sind Frauen als (Ensemble-/Chor-)Leiter zwar längst etabliert, im Spitzenbereich aber hapert es noch.
Anke Steinbeck, heute im Management des Bundesjugendorchesters tätig, hat das Phänomen Dirigentinnen in ihrem Buch «Jenseits vom Mythos Maestro» unter die Lupe genommen: Zunächst gibt sie einen kurzen Überblick aus historischer Sicht, anschließend wagt sie einen Vergleich zu anderen Sparten, in denen sich Frauen in männlich dominierten Organisationen behaupten; schließlich richtet sich der Fokus auf verschiedene Aspekte wie Arbeitsbedingungen, mediale Anerkennung und Führungsverhalten von Dirigentinnen.
Zwischen Wohlwollen und Widerstand – so lässt sich kurz gefasst die häufige Reaktion auf Frauen umschreiben, die eine Laufbahn als Dirigentin einschlagen möchten. Das heikle Scharnier liegt beim Übergang vom ...
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Am 29. Juni 2010 schien die Sonne über Italien, und sie schien im Norden wie im Süden, im Westen und im Osten. Doch so sehr Helios auch strahlte – das Unwetter, welches ein Mann namens Sandro Bondi ins Werk setzte, war ungleich stärker. Denn an diesem für sämtliche Künste rabenschwarzen Tag passierte jenes Gesetz, das der italienische Kulturminister – mit hoher...
Der 1926 in Wien geborene Komponist Friedrich Cerha erhält den mit 60 000 Euro dotierten Musikpreis Salzburg, der 2011 zum dritten Mal vergeben wird. Mit der Auszeichnung, deren voller Name «Musikpreis Salzburg – Internationaler Kompositionspreis des Landes Salzburg» lautet, wird laut Jury «der Doyen der Neuen Musik in Österreich» gewürdigt. Cerha ist auch bekannt...
Endlich einmal sagt es einer. So einfach, wie er es sagt, ist es zwar nicht. Aber immerhin. Während der Bayreuther Festspiele 2010 gab Jonas Kaufmann, der als Lohengrin dort einen großen persönlichen Erfolg feierte, der Deutschen Presseagentur ein Interview. Darin nahm er seine Kollegen in Schutz und meinte, es gebe «keine Krise des Wagner-Gesangs»: «Das Geheimnis...
