Magnet für Trouvaillen
Auf Kassengift abonniert. Diesen Eindruck vermittelte in den letzten Jahren das clevere, vorwitzige, dabei altehrwürdige Theater im sächsischen Freiberg. Ob Lortzings «Der Pole und sein Kind» oder «Rolands Knappen», Pfitzners «Christelflein» oder Braunfels’ «Die Vögel»: Das älteste Stadttheater der Welt (heute: Mittelsächsisches Theater Freiberg-Döbeln) hat seine Musiktradition in Wiederentdeckungslust umgemünzt.
Freiberg ist so klein, dass man etliche der Passanten, denen man beim Stadtrundgang am Dom begegnet ist, am Abend im Chor wiedersieht.
In Freiberg befand sich auch die Werkstatt Gottfried Silbermanns. Der berühmte Orgelbauer hat hier drei große Instrumente hinterlassen (die Orgel der Jacobikirche wurde eben glanzvoll wiedereingeweiht). Das Musikbewusstsein des Publikums hat davon offenbar profitiert.
Denn im heutigen 300-Plätze-Theater, das 1790 von einem Bürgergebäude zur Bühne umgebaut und bald darauf städtisch wurde, bietet man heute entlegene Werke im Abo an. Die Auslastung liegt – bei 600 Vorstellungen pro Jahr – knapp unter 80 Prozent (verteilt auf fünf bis sechs Spielstätten einschließlich einer Seebühne). Der Sieben-Millionen-Euro-Etat sowie das jüngste ...
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Gegendarstellung
In Jürgen Ottens Rezension in der «Opernwelt» 48. Jahrgang Nr. 07, Seite 53, heißt es unter der Überschrift «Neustrelitz Wagner: Der fliegende Holländer»: «Auch Paul McNamaras Erik drückt dermaßen stürmisch auf die Stimme, dass man sich Sorgen machen muss um seinen (allerdings wohltuend textverständlichen) Tenor.»
Dazu ist richtigzustellen:
Paul...
Was ist eigentlich ein «Traumpaar»? Anna Netrebko und Rolando Villazón sollen eines sein, meint die Plattenfirma, die mit beiden Umsatz machen will. Nachdem eine Open-Air-Tournee der beiden modifiziert werden musste, weil Villazón sich vorher übernommen hatte und mehrere Monate gar nicht singt, wird auch für den naiven Klassikfreund deutlich, was für ein enormer...
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