Kleiner König aus dem Dschangel
Irgendwo in der Südsee lebt Erwin (Anne-May Krüger), der, wenn er nicht gerade in seiner Hängematte schläft, mit seinen Freunden, den «Dschangel Kings», den ganzen Tag Musik macht. Eines Tages landet der staatlich geprüfte Audiologe Professor Hoggins (James Martin) mit seinem Tonbandgerät auf der Suche nach den Stimmen und Klängen seltener Tiere auf der Insel. Zufällig hört er Erwin und ist von seinem ungewöhnlichen Gesang so begeistert, dass er ihn überredet, nach Europa mitzukommen, wo er dem Naturtalent eine große Karriere verspricht.
Erwin, der nicht weiß, was Geld ist und wie Schokolade schmeckt, feiert schnell Triumphe. Überall wird er bejubelt und steht mit seinem Erfolgssong «Ich bin kein Eskimo» auf Platz 1 der Hitparaden – von Grönland bis Japan. Er wird herumgereicht, ist aber nur müde in der Luxussuite des Hotels Glanzundgloria, wo er nicht schlafen kann, weil er keinen Platz für seine Hängematte findet. Er sehnt sich nach Kokosnusskoteletts und Olannaschnitzel und träumt von Rosa (Barbara Schedel), die sich von der kleinen Insel aus in die große Welt aufmacht, um ihren Freund zu suchen. Als sie ihn schließlich findet, reisen die beiden zurück in die Südsee – ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Schaut man nicht real hinunter in den Schlund, der an viel zu vielen Orten der Stadt gähnt, sondern imaginär hinauf zu den Musen im Olymp, dann könnte man meinen, es sei neuer Glanz eingekehrt in die Hütte. Leipzig, von nicht wenigen Kulturschaffenden nach wie vor als provinzielles Fürstentum der Kunst belächelt und seit Monaten durch die megalomane Baustelle...
Wieder einmal geriet Italiens Opernlandschaft in Aufruhr. Im Unisono-Chor, wie in einer frühen Verdi-Oper, erhob sich der Protest der Intendanten: «Sollte es bei dieser Regelung bleiben», verkündeten mehrere Theaterleiter entrüstet, «werden wir unsere Häuser sehr bald schließen müssen.» Ursache der Bestürzung war die im neuen Haushaltsgesetzentwurf für 2006...
In Heidelberg hat sich die neue Intendanz entschieden, in jeder Saison «die spannendste neue Oper des letzten Jahres» zu präsentieren. Den Anfang macht man nun mit «Berenice», uraufgeführt bei der Münchener Biennale 2004 (siehe OW 7/2004). Der junge österreichische Komponist Johannes Maria Staud und sein Librettist, der renommierte Lyriker Durs Grünbein, haben sich...
