Kleine Truppe, ganz groß

Gluck: Iphigénie en Tauride Sydney / Pinchgut Opera

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Australien ist angesichts seiner Größe und dünnen Besiedlung kaum in der Lage, eine Alte-Musik-Szene zu kultivieren, die den Namen verdient hätte. Viele der versiertesten Musiker des fünften Kontinents haben längst ihre Koffer gepackt und sich einen Platz in den führenden Originalklangkörpern Europas gesucht.

Doch Pinchgut Opera hatte die blendende Idee, einige der «Ausgewanderten» für die Dauer einer kurzen Spielzeit nach Hause zu holen und sie mit ihren daheimgebliebenen Kollegen zusammenzuführen: So kam ein Orchester zustande, das der besten internationalen Konkurrenz das Wasser reichen kann.

Seit nunmehr zwölf Jahren bringt die unabhängige Kompanie mutiges, innovatives Barockmusiktheater auf die Bühne von Sydneys Angel Place Recital Hall – seit diesem Jahr sogar zwei Produktionen jährlich statt wie bisher nur einer. Die Vorstellungen sind in der Regel ausverkauft, das Publikum ist zunehmend international. In dieser Neuproduktion von Glucks «Iphigénie en Tauride» – die zweite Aufführung des Werks in Australien und die erste Oper des Komponisten, die hier auf Originalinstrumenten gespielt wird – wirft Pinchgut einen schonungslosen Blick auf eine Frau am Rande des ...

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Opernwelt Februar 2015
Rubrik: Panorama, Seite 40
von Shirley Apthorp

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