Im Maschinenraum des Klangs
Vom 30. August bis 19. September 2019 lockt wieder das in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker veranstaltete Musikfest – ein internationales Orchestertreffen, zu dem u. a. das Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Concertgebouw Orchestra, Ensemble Modern, BBC Symphony Orchestra, London Symphony Orchestra und Orchestre Les Siècles erwartet werden.
Schwerpunktthema diesmal: Hector Berlioz und die europäische Moderne
Herr Hopp, warum braucht eine mit Orchestern, Konzert- und Opernhäusern reich beschenkte Stadt wie Berlin ein Musikfest?
Reich beschenkt – das klingt nach Luxus. Kunst zählt aber, wie Bildung und Wissenschaft, nicht zu den Luxusgütern. Wollen wir tatsächlich – in der heutigen Zeit! – sagen, es gäbe ein Zuviel an Kreativität? Die einen haben ihr Silicon Valley, die anderen ihr CERN. Berlin hat dieses vielfältige Musikleben. Gut so. Bitte mehr davon. Und natürlich braucht es ein Musikfest. Nicht um den «Reichtum» zu feiern, sondern um den Austausch, Begegnungen, gemeinsame Programme zu fördern. Um gastfreundlich und der Welt zugewandt zu sein! Um für die Kunst zu werben! Wir leben auf dieser Welt nicht allein …
Viele Orchester, die Sie zum Musikfest ...
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Opernwelt September/Oktober 2019
Rubrik: Magazin, Seite 98
von Albrecht Thiemann
Seit 1975 macht das Festival della Valle d’Itria in der süditalienischen Kleinstadt Martina Franca mit Unbekanntem, Ausgrabungen und ungewöhnlichen Fassungen geläufiger Werke von sich reden. Während das Publikum gerade den Spezialitäten-Zuschnitt des Programms schätzt – selbst aus Asien reisen immer mehr Besucher an –, ist die ideelle wie finanzielle Unterstützung...
Neulich hatte ich einen merkwürdigen (Tag-)Traum. Ich träumte, ich wäre Marcello Mastroianni, führe mit einem Zug durch die Landschaft und träfe im Speisewagen eine bildhübsche Frau, die so aussah wie Sophie Marceau in dem Filmkrimi «Fluchtpunkt Nizza». Wir plauderten eine Weile, schließlich überredete die schöne Fremde mich, mit ihr an der nächsten Station...
Der Titel gibt die Richtung vor: «Schrei und Utopie» ist der im Wolke Verlag erschienene Band überschrieben, der – pünktlich zu dessen 80. Geburtstag – Essays von Nicolas Schalz aus den vergangenen 40 Jahren bündelt. In seiner Kontrastbildung verweist dieser Titel auf den dialektischen Grundansatz, dem das Denken des emeritierten Professors der Hochschule für...
