Stabile Seitenlage
Es hätte schiefgehen können. Vor drei Jahren standen die Bühnen der Stadt Gera und das Landestheater in Altenburg kurz vor der Pleite. Nichts schien mehr zu gehen, der letzte Vorhang nur eine Frage der Zeit. Zumal die 1994 verordnete Fusion zur TPT, der Theater und Philharmonie Thüringen GmbH, Wunden schlug, die bis heute nicht verheilt sind. Seit 1871 wird in Altenburg Theater gespielt, das Große Haus in Gera wurde 1902 eröffnet. Keine vierzig Straßenkilometer liegen zwischen den beiden Standorten.
Doch die in den historischen Rathäusern und auf den postkartenfein herausgeputzten Marktplätzen gefühlte Entfernung liegt deutlich darüber. Auch mal beim Nachbarn ins Theater gehen – auf diese Idee kommen nur wenige.
Gar nicht so einfach, unter solchen Umständen den Laden zusammenzuhalten. «Man muss hier ein sehr feines Gespür für die lokalen Besonderheiten haben», erzählt Kay Kuntze. Acht Spielstätten und fünf Sparten muss der Generalintendant der TPT koordinieren. Dafür sorgen, dass das (unter Tarif bezahlte) künstlerische Personal mit Herzblut bei der Sache ist – die 78 Musiker des Orchesters, die 22 Mitglieder des Chors, acht Solisten des Musiktheaters, 12 Schauspielerinnen und ...
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Opernwelt September/Oktober 2014
Rubrik: Magazin, Seite 101
von Albrecht Thiemann
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Herr Nigl, Sie gehören zu den wenigen bekannten Sängern, die fast nur in Neuproduktionen auftreten. Warum?
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