Libanesische Komödie

Das Opernhaus in Maskat importiert sein Programm vor allem aus dem Westen. Nun soll der Anteil von Produktionen aus dem arabischen Kulturraum wachsen

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Über die gleißende Marmorfläche vor dem Königlichen Opernhaus Maskat zieht eine Poliermaschine träge Kreise; in der Mall, die dem Theater einen Teil seines Budgets generiert, langweilen sich die Verkäufer. Trüb dümpelt die Sonne im Dunst aus Meeresdampf und Wüstenstaub. Wer seine Sinne beisammen hat, beschränkt tagsüber seine Wege auf Arbeit und Moschee.

Am Abend läuft die letzte Show vor der Ramadan-bedingten Spielzeitpause.

In «Im Land der Zigeuner», eine musikalische Komödie von Ghadi und Marwan Rahbani (Beirut 2012), kehrt Silvado (Ghassan Saliba) aus dem brasilianischen Exil in den Libanon zurück. Darüber, dass auf seinem Land fahrendes Volk lümmelt, tröstet ihn die schöne Zeina (Aline Lahoud) rasch hinweg. Nachdem die Intrigen eines Rivalen und einer Wahrsagerin gescheitert sind (genau wie der Versuch, die Zigeuner mit Jobs im nagelneuen Luxushotel sesshaft zu machen), klappt es ganz gut mit den beiden. Silvado gewinnt sogar die Wahl zum Präsidenten aller Zigeunerstämme – und nimmt fortan das freie Leben, wie es kommt.

Der Aufruf zum versöhnlichen Miteinander der Ethnien dürfte ganz im Sinne des auf Ausgleich bedachten Omaner Sultans Qabus ibn Said sein. Das Ende könnte ...

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Opernwelt Juli 2018
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Wiebke Roloff

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