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Die prekäre Finanzlage seines Londoner Opernunternehmens setzte bei Händel ab Mitte der 1720er Jahre einen Extraschub an kreativer Energie frei. Jede seiner Opern aus dieser Zeit ist zugleich ein Stück praktische Marktforschung nach dem Trial-and-Error-Prinzip: Nachdem er noch im Ende 1727 uraufgeführten «Riccardo Primo» (siehe OW 3/2008) versucht hatte, das...
Staatsoperndirektor Ioan Holender nennt die Wiener Philharmoniker gern «das beste Opernorchester der Welt». Nicht alle freilich teilen seine Meinung, speziell hinsichtlich der Darbietungen im Opernalltag. Schuld an der gelegentlich hörbaren Unlust der Musiker seien, heißt es, deren Unterdotierung sowie das leidige Rotationsprinzip und, damit verbunden, auch jenes...
Einundachtzig Jahre nach ihrer Uraufführung im Januar 1927 hat die Dresdner Semper-Oper Othmar Schoecks Kleist-Oper «Penthesilea» erneut auf den Spielplan gesetzt und damit nach der Basler Produktion vom vergangenen November (siehe OW 12/2007) ein weiteres Mal die Lebensfähigkeit des selten gespielten Werkes bewiesen. In seiner strengen Inszenierung hat Günter...
