Vom Anfangen und Aufhören
Ernst Haefliger (1919-2007) war einer der großen Tenöre des 20. Jahrhunderts. Einer, der stilistische und stimmliche Vielfalt miteinander verband. Bachs Passionen hat er weltweit ebenso gesungen wie zeitgenösssische Werke, Mozart und Schubert. Der nach ihm benannte, von Aviel Cahn (dem derzeitigen Intendanten der Opera Vlanderen) gegründete Wettbewerb fand in diesem Sommer zum fünften Mal statt. 80 Sängerinnen und Sänger wurden ausgewählt sich vorzustellen, 22 von ihnen kamen ins Halbfinale, zehn nahmen am Finalkonzert im Theater Bern teil (das gleichzeitig die letzte Runde war).
Die Erste Preisträgerin hätte Haefliger mit Sicherheit gefallen. Vor allem wegen ihres Muts: Anush Hovhannisyan aus Armenien kam und siegte – ausgerechnet – mit der Arie der Frau Fluth aus den «Lustigen Weibern von Windsor». Sie sang in bestem Deutsch, erfühlte und erfüllte den musikalischen Witz des Stücks und riss das Publikum und die von Christiane Iven präsidierte Jury gleichermaßen hin. Noch ist sie Mitglied des Young Artists Programme am Royal Opera House in London und dort vor allem Cover. Doch das wird sich zweifellos bald ändern. Den zweiten Preis erhielt der koreanische Bassist Jisang Ryu für ...
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Opernwelt November 2014
Rubrik: Magazin, Seite 84
von Stephan Mösch
Allem Verfallsgejammer zum Trotz – worin sich in den letzten Jahren besonders Thomas Quasthoff gefiel – ist das Lied in Deutschland vital geblieben. Den Tenor Daniel Behle kann man schon jetzt, im Jahr seines 40. Geburtstags, zu den Großen des Fachs zählen. Seine Lied-CDs waren bislang vorzüglich; die Richard-Strauss-Platte von 2012 mit dem Pianisten Oliver...
ARD-ALPHA
2.11. – 20.15 Uhr
Im Schatten des Sängers?
Porträt des Klavierbegleiters Helmut Deutsch.
9.11. – 11.00 Uhr (1)
16.11. – 11.00 Uhr (2)
16.11. – 20.15 Uhr (3)
23.11. – 11.00 Uhr (4)
30.11. – 11.00 Uhr (5)
Mariss Jansons dirigiert
1. Schostakowitsch: Symphonie Nr. 10 e-moll, op. 93. 2. Berg und Bruckner. Solist: Gil Shaham, Violine. 3. Brahms: Ein deutsches Requiem....
Puccini hat Konjunktur, mehr denn je. Das war mal anders: Der Generationsgenosse Mahlers und Debussys, Erzähler großer Opernemotionen, war kein «Zeitgenosse der Zukunft». Gewiss, Puccini ist auf den Bühnen und beim Publikum immer gefeiert worden, nur die höheren Weihen der Kulturwissenschaften und des Bildungsbürgertums fehlten. Dass jetzt Daniel Barenboim als...
