Von Arminius zum Mauerfall
Ob die Hallenser Händel-Festspiele letztes Jahr hochwasserbedingt wirklich hätten abgesagt werden müssen, ist umstritten. Die Vorstellung eines Lebens ohne Händel scheint allen Beteiligten jedoch einen heilsamen Schrecken eingejagt zu haben. Hoteliers berichten vom markanten Anstieg ausländischer Besucher, Intendant Clemens Birnbaum von einer Welle der Solidarität. Bund, Land, Stiftung, Sponsoren hätten ihre Beiträge nicht zurückgefordert, die meisten Besucher ihre Eintrittskarten, viele Künstler ihre Honorare gespendet.
Das mit einem 1,5-Millionen-Euro-Etat ausgestattete Festival ist gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Nächstes Jahr wird es einschließlich einer «Semele» sechs Opern geben, die meisten kaum oder nie aufgeführt: «Cornelio Silla» (!), «Semiramide», «Alessandro», «Imeneo» (Fassung 1742) und «Arminio» (1737). Letzterer eröffnete die diesjährigen Festspiele und zeigte den Regisseur Nigel Lowery wieder auf alter Höhe.
Das Libretto des Spätwerks über die Hermannsschlacht ist so schlecht, dass man es eigentlich kaum auf die Bühne bringen kann, die Musik aber so gut, dass man es spielen muss. Es wäre hoffnungslos, die zusammengeleimten Standard-Loyalitätskonflikte in ...
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Opernwelt August 2014
Rubrik: Panorama, Seite 37
von Boris Kehrmann
Dass das alte, recht kleine Theater in Glyndebourne für Mozart ideal war, konnte man mit Fug und Recht behaupten. Der inzwischen 20 Jahre «alte» Neubau mit seinen 1200 Plätzen ist hingegen groß genug für einen ausgewachsenen «Rosenkavalier» (siehe OW 7/2014). Warum aber verstieg man sich darauf, Mozarts frühes dramma giocoso «La finta giardiniera» mit etlichen...
arte
1.8. – 5.10 Uhr
7./12.8. – 5.15 Uhr
18.8. – 5.20 Uhr
Maria João Pires spielt
Beethoven: Klavierkonzert Nr. 2. Orchestre de Paris, Riccardo Chailly. Salle Pleyel, Paris.
3.8. – 18.30 Uhr
8./13.8. – 5.15 Uhr
Schostakowitsch: Violinkonzert Nr. 1.
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Järvi. Solistin: Viktoria Mullova, Violine.
4./15.8. – 5.10 Uhr
21.8. – 5.20 Uhr
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Ach, Israel! In der Jerusalemer Altstadt feiern Familien ausgelassen Bar Mizwa, Pilger steigen staunend bergan zur Grabeskirche, und in den schattigen Gassen des arabischen Viertels hängt schwer der Duft nach Leder und Gewürzen. Kühl rinnt die Zitronenlimonade die Kehle hinab. «Israel ist mehr als ein Krisengebiet», sagt uns Tourismusminister Uri Landau, als wir...
