Paradise Lost
Es beginnt ruhig. Bassflöte, Bassklarinette und Fagott spinnen eine leise, dunkel getönte Melodie: e – e – d – e – a. Wie ein Engramm eröffnet sie Aribert Reimanns neue Oper. Was da klingt, ist der Name der Titelheldin: Medea (wobei das M als mi=e gilt). Ein fallender Ganzton und eine aufsteigende Quart prägen die Bewegung. Später kommt eine fallende Terz dazu. Durch das ganze Stück zieht sich dieses Thema und verändert dabei stets seinen Charakter. Wenn Medea sich ihrer Rivalin Kreusa zu erkennen gibt, wird daraus ein selbstbewusst-energischer Aufschwung.
Kreusa, die Königstochter von Korinth, wird Medeas Kinder einlullen und die Mutterrolle für sich beanspruchen. Ihr Vater wird Medea als fremde Zauberin ausgrenzen und des Mordes verdächtigen. Und auch Medeas Mann, der opportunistische Feigling Jason, wird sich von ihr abwenden. Im Moment tiefster Erniedrigung findet sie sich: «Ihr gabt mir auch mich selbst. Medea bin ich wieder». Jetzt ist ihr Thema ein fortissimo herausgeschleuderter, in Quintolen zuckender Schrei. Gleich wird Medea das Einzige und Entsetzliche tun, was ihr zu tun bleibt: ihre Kinder «den Göttern senden», statt sie Feinden zu überlassen. Doch mit der ...
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ARTE
1.4. – 6.00 Uhr (Teil 1)
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Der Kammerchor Accentus.
Musikalische Leitung: Laurence Equilbey. Transkriptionen von Werken von Mahler, Ravel, Schubert und Barber; Debussy, Ravel, Mahler, Prokofjew und Vivaldi.
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Little Amadeus.
Zeichentrickserie über die Abenteuer des jungen Mozart. 17. Keine Angst vor Pocken.
4.4. – 10.10...
Herr Kollo, mit 72 Jahren trauen Sie sich noch an ein Rollendebüt in einer zeitgenössischen Oper heran. Respekt!
Ich mag die Musik von Peter Eötvös. Ich bin sicher kein Experte für zeitgenössische Musik und würde nicht unbedingt in einer Stockhausen-Oper singen wollen. Aber die Figuren in «Love and other Demons» haben etwas Berührendes, ein Geheimnis, das sie...
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