«Die Zdenka hat vieles verändert»
Hatten Sie die Rolle der Zdenka vor Salzburg überhaupt auf dem Radar?
Nein, gar nicht. Man ist ja als lyrische Sopranistin naturgemäß auf Mozart fokussiert, auf Susanna oder Pamina. Ich wurde zu einem Vorsingen bei Christian Thielemann in Dresden eingeladen, das war noch zu meiner Zeit im Münchner Opernstudio. Da ich nichts von Strauss im Repertoire hatte, er aber etwas von diesem Komponisten hören wollte, habe ich ein Strauss-Lied gesungen. Auf der Rückreise, noch am Flughafen in Dresden, bekam ich einen Anruf mit dem Salzburger «Arabella»-Angebot.
Ein Riesenglücksfall!
Auch weil nach der Premiere sofort andere Angebote kamen?
Genau. Ich durfte zwar schon Premieren an der Bayerischen Staatsoper singen, daneben viel Repertoire, aber die Osterfestspiele sind einfach eine andere Plattform. Und dass nun auch Angebote kommen, die weggehen vom rein lyrischen Fach, finde ich gar nicht so schlecht. Ich bin da zwar sehr vorsichtig. Trotzdem: Man sollte nicht stagnieren in seiner Entwicklung. Auf jeden Fall möchte ich vorerst in München bleiben, die Bayerische Staatsoper ist einfach meine Heimatbühne geworden.
Nach Ihrer Zeit im Münchner Opernstudio wurden Sie relativ schnell ins Ensemble ...
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Opernwelt Jahrbuch 2014
Rubrik: Bilanz des Jahres, Seite 110
von Markus Thiel
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