Unterwegs auf Nebenwegen

Seit mehr als zwei Jahrzehnten bereichert die Washington Concert Opera den amerikanischen Opernalltag mit einem Repertoire jenseits des Mainstreams

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Gut zwei Jahrzehnte ist es her, dass der Dirigent Stephen Crout die Washington Concert Opera (WCO) ins Leben rief. Seit 1987 hat die Company in dem 1550 Plätze bietenden Lisner Auditorium der George Washington University 38 Opern präsentiert. Crout konnte etwas Geld von Stiftungen einwerben, doch den größten Teil des Budgets stellen die Abonnenten und private Spender zur Verfügung, die das auf selten gespielte Werke konzentrierte Programm der Concert Opera schätzen. Den Anfang machte man mit «Les Pêcheurs de Perles», Hei-Kyung Hong sang die Sopran-, Jerry Hadley die Tenorpartie.


An dem Prinzip, Stücke vorzustellen, die lange nicht mehr oder noch nie in der Region zu hören waren, hat man stets festgehalten. Der Schwerpunkt lag dabei auf französischem und italienischem Repertoire, doch auch das deutsche Fach kam nicht zu kurz – etwa in Gestalt eines «Fliegenden Holländers» (mit James Morris) und eines «Freischütz». Die tschechische Tradition wurde mit einer «Jenufa» (gesungen von Patricia Racette) und einer «Rusalka» aufgenommen. Stephen Crout war davon überzeugt, dass Künstler neues Terrain auch dann erkunden können, wenn die Probenzeit begrenzt ist und Mittel für teure Kulissen oder ...

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Opernwelt Juli 2009
Rubrik: Magazin, Seite 68
von David Shengold

Vergriffen
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