«Ich habe singen gelernt, um Schauspielerin zu werden.»
Frau Valayre, bevor Sie Sängerin geworden sind, haben Sie Anglo-Amerikanisitk studiert und an einer Dissertation über die amerikanische Filmkomödie gearbeitet. Haben Sie die fertiggestellt?
Ja, sicher. 250 Seiten! Über den Einfluss der amerikanischen Leinwandheldinnen auf die amerikanischen Frauen zwischen 1930 und 1955.
Also Schauspielerinnen wie Katharine Hepburn.
Ja, sie ist einer meiner Lieblinge.
Joan Crawford, Rosalind Russell…
Ja, natürlich, die auch.
Und wie ist dann der Schritt zum Theater erfolgt?
Schon mit vier Jahren habe ich im Fernsehen die Live-Übertragungen aus der Comédie Française gesehen. Meine Eltern haben im Theater gearbeitet, mein Vater war Inspizient, meine Mutter Tänzerin. Ich bin also ein Theaterkind und wollte immer eine große Tragödin werden. Als ich vierzehn war, hat mir meine Mutter gesagt: Du kannst nicht Tragödie spielen, wenn du wie ein Hafenarbeiter läufst (sie spielt ihren damaligen Gang vor), du musst Ballettunterricht nehmen. Okay, habe ich gesagt, aber du kommst mit. Zwei Jahre lang hat sie mich begleitet, ich habe klassischen und modernen Tanz gelernt.
Und die Idee mit dem Singen kam später?
Viel später, denn ich wollte immer Schauspielerin sein. ...
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