Editorial

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Dass der seit August 2006 amtierende Met-Chef Peter Gelb der mächtigs­te Opernmanager Amerikas ist, sieht man ihm nicht an. Meist steckt der schmächtige Mann in einem unauffälligen, leicht verknitterten schwarzen ­Anzug. Das schüttere Haar wird gewiss von keinem Star-Coiffeur gestylt, und auf der Nase sitzt auch keine Designerbrille. Gelbs Büro im Parterre des Verwaltungstraktes der Met ist funktional und schmucklos.

Kein Foto, keine ­Urkunde, keine Trophäe, die auf die Bilderbuchkarriere verwiese, die den ­Manager zu seinem aktuellen New Yorker Job und vorher an die Spitze von Sony Classical führte. Für «Opernwelt» hat er sich ausführlich Zeit genommen. Im Gespräch erläutert er, wie er das größte Haus der USA von alten Klischees befreien und ein neues Publikum gewinnen will. Dabei kommen Probleme und Perspektiven zum Tragen, die auch die Opernszene in Euro­pa betreffen (ab Seite 16).
Andere «Opernwelt»-Gespächspartner in diesem Heft sind Sir Roger Norrington und Annette Dasch. Der englische Dirigent, der das Rundfunkorchester in Stuttgart zu einem einzigartigen und nachhaltigen Stilexperiment verführt hat, widmet sich nach seinen Erkundungen zwischen Bach und Elgar nun Hector ...

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Opernwelt März 2007
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Stephan Mösch, Albrecht Thiemann

Vergriffen
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Das Ende ist Stille. Nur von einem äthe­rischen Geigenschimmer getragen entschwebt die Seele der getauften Muslimin Clorinda in Claudio Monteverdis «Combattimento» gen Himmel. Die Musik löst sich in nichts auf, gesteht ein, dass ihre Mittel hier am Ende sind, dass alle tönende Pracht der voraufgegangenen «Marienvesper» nicht über die Endlichkeit des Daseins...

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