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Klassische Surfer werden hier nicht glücklich. Doch wer weiß, was er sucht, kann sich auf Hör-Abenteuer in bester Klangqualität freuen. Ein Name, ein Titel, ein Schlagwort in der Suchleiste und ein Klick auf die Lupe reichen – schon kann es losgehen. Ursprünglich als Kommunikationsplattform für (Pop-)Musiker gedacht, hat sich SoundCloud (https://soundcloud.com) binnen weniger Jahre zu einem der populärsten Musik-Streaming-Dienste entwickelt. Das rasant wachsende Archiv bietet auch dem anspruchsvollen Opern-Fan Fundstücke im Überfluss.
Ein Vergleich bekannter und unbekannter «Casta Diva»-Interpretationen gefällig? Kein Problem. Man hat nicht nur die Wahl zwischen Callas, Caballé, Bartoli, Mosuc oder Kermes, sondern kann sich mit Dutzenden, teils kuriosen (Cover-)Versionen vertraut machen. Stark vertreten ist nicht zuletzt Neue Musik: Kaum ein Komponist, der SoundCloud als Medium verschmähte – allein von Mark Andre, um nur ein Beispiel zu nennen, stehen derzeit 27 Werke zur Verfügung. Alle Dateien werden im Einklang mit den Urhebern bzw. Rechteinhabern hinterlegt – und bei Verletzung des Copyrights sofort gelöscht.
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Opernwelt August 2014
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Albrecht Thiemann
In Dresden, der Stadt ihrer Uraufführung (1909), sorgte «Elektra» im Januar für einen glanzvollen Start ins Richard-Strauss-Jahr. Die musikalische Seite der neuen Produktion fand bei der Kritik einmütige Zustimmung. Nur wenige Monate später brachte die Deutsche Grammophon den Mitschnitt dieser Aufführung auf den Markt, der aus pragmatischen Gründen allerdings nicht...
Hoch gelobt, aber kaum gespielt, das ist das Schicksal von Berthold Goldschmidts musikalischer Tragikomödie «Der gewaltige Hahnrei» – 1932 in Mannheim uraufgeführt, dann unter das Verdikt der Nationalsozialisten geraten, 1992 konzertant und 1994 szenisch in Berlin wiederentdeckt, danach nur noch in Bern und in Darmstadt angerührt. Jetzt hat sich das Stadttheater...
Einen «Bad Boy of Music» nannte sich George Antheil in seinen 1945 erschienenen Memoiren, und in der Tat mischte er in den 1920er-Jahren als Skandalkomponist die Avantgarde diesseits und jenseits des Atlantiks ganz schön auf. Nach seiner Übersiedlung in die USA verblasste allerdings sein diesbezüglicher Ruhm: Antheil verdiente seinen Lebensunterhalt vornehmlich als...
