Der tönende Blick
Seit mehr als 40 Jahren leistet in Salzburg das Festival «Aspekte» wertvolle Dienste für Musik unserer Zeit. Seit 2006 setzt der Komponist und Pädagoge Ludwig Nussbichler als künstlerischer Leiter klare thematische Schwerpunkte. Für die heurige Ausgabe fand er das Motto «Moving Pictures». Der tönende Blick in die Welt des Films sollte mehr als nur illustrative Musiken zu Lichtspielszenen generieren. Es ging, dem Festivalnamen entsprechend, um verschieden gewichtete Aspekte des Filmischen in der und für die Musik.
So fand eine von mehreren neuen Kompositionen angeregte Raum-Klang-Lichtinstallation des jungen Salzburger Ensembles NAMES und der Medienkünstlerin Conny Zenk ebenso Platz wie zwei Klassiker bebildeter (oder assoziativ bildreicher) Musik. Steve Reichs immer wieder intensiv ein- und nachwirkendes Streichquartett «Different Trains» wurde zur schmerzlich treibenden Tonspur eines (vom Komponisten selbst ausdrücklich bevorzugten) dreigeteilten Schwarz-Weiß-Kunstvideos mit Dokumentarfilmsequenzen von Beatriz Caravaggio: Musik als Material für einen Film.
Der mit dem Begriff «Video-Oper» nicht wirklich zutreffend beschriebene «An Index of Metals» des 2004 mit nur 41 Jahren ...
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Opernwelt Juni 2018
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Karl Harb
alpha
03.06. – 20.15 Uhr
Mahler: Rückert-Lieder
ML: Haitink, S: Gerhaher
03.06. – 20.40 Uhr
Annette Dasch: Gretchenfrage
Münchner Rundfunkorchester
17.06. – 20.15 Uhr
70 Jahre BR-Chor
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24.06. – 20.15 Uhr
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03.06. – 23.50 Uhr
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Mit Haydns Oratorium in einer Inszenierung von La Fura dels Baus eröffnete die...
Frau Romaniw, Sie sind nach dem Konservatorium nach Houston ins Opernstudio gegangen – eine schwierige Zeit für Sie.
Diese Nachwuchsprogramme nehmen einen hart ran. Das muss wohl auch so sein. Die Gelegenheit, mit erfahrenen Kollegen den Theateralltag zu teilen und auf der Bühne zu stehen, fand ich unbezahlbar. Doch stimmlich fing ich gefühlt wieder bei Null an.
Wi...
Dass die Musikgeschichte nicht linear verläuft, anders als mancher deutsche Musikideologe uns bis zum Anbruch der Postmoderne weismachen wollte, war für Operngänger während der 1920er-Jahre allabendliche Erfahrung. Neben Strauss, Puccini, Schreker, Korngold und Berg blühte mit einem Mal diametral die Zeitoper: pointierte, freche, meist kurze Bühnenwerke, die oft...
