Zweierlei Maß
Für Hugo Wolf musste ein Gedicht, um zum Lied zu werden, bereits bedeutend sein. Der Komponist vertonte Dichtungen, die erhebliches Eigengewicht mitbringen und die gut auch ohne Musik zurechtkommen. Zum Glück, schrieb der Schriftsteller und Kritiker Hans Weigel, habe Wolf zwar viel, aber nicht zu viel von Lyrik verstanden, denn er habe ja auch Emanuel Geibel und Paul Heyse in Musik gesetzt. «Goethe, Mörike, Eichendorff kann man auch lesen. Das ‹Italienische Liederbuch› und das ‹Spanische Liederbuch› muss man hören.
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Wenn das Letztere, wie es heißt, der «Tristan» des glühenden Wagnerianers Wolf war, so könnte man das «Italienische Liederbuch» vielleicht das Gegenstück zu «Le nozze di Figaro» nennen. Denn das fiktive Paar, das sich hier in Tändelei, Schwärmerei, Eifersucht und Gezänk ergeht, könnten durchaus Susanna und Figaro sein.
Die 46 Lieder basieren auf schlichten, von Paul Heyse ins Deutsche übertragenen (und geglätteten) italienischen Volksweisen. Doch fällt das «Italienische Liederbuch» insofern aus dem sonstigen Rahmen Wolf’scher Lieder, als die gern gestellte Forderung, der Interpret habe sich ihnen deklamatorisch beinahe wie ein Schauspieler zu nähern, hier nicht trifft. ...
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Opernwelt Mai 2011
Rubrik: Medien/CD, Seite 23
von Gerhard Persché
Frau Poplavskaya, in Ihrer Berliner «Traviata» konnte man eine Menge ungewöhnlicher Details hören. Zum Beispiel haben Sie die Zeile «Croce e delizia al cor» im ersten Akt jedes Mal anders gesungen und damit die emotionale Entwicklungskurve Violettas markiert. Machen Sie so etwas spontan?
Ja, ich arbeite auf der Bühne immer spontan. Und ich freue mich, wenn ich dabei...
Auf einen Sturm und peitschendes Wasser wartet man vergeblich. Der neue «Otello» in Heidelberg, die erste Arbeit des Regisseurs Alexander Fahima an einem größeren Stadttheater, ist das Gegenteil einer realistischen Lesart: abstrakt und stilisiert bis in die Kostüme. Bühnenbildner Bart Wigger hat eine schwarz geteerte Mauer aus Holz errichtet. Anklänge an die...
ARTE
1.5. – 6.00 Uhr
Ein Pianist lädt ein.
Konzert von Leon Fleisher im Pariser Salon der Fondation Singer-Polignac. Werke von Bach, Chopin, Debussy und Schubert.
1.5. – 10.10 Uhr
4./10./16.5. – 6.00 Uhr
17.5. – 5.55 Uhr
27.5. – 6.05 Uhr
Orlando di Lasso: Lagrime di San Pietro.
Collegium Vocale Gent, Philippe Herreweghe.
1.5. – 11.00 Uhr
8.5. – 6.00 Uhr
Eine Musikstunde mit...
