Story von heute?

Dortmund/Gelsenkirchen, Mozart: Cosi fan tutte

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Ohne Umschweife: In Sachen «Così fan tutte» liegt Dortmund derzeit klar vor Gelsenkirchen. Einmal mehr zeigt sich, dass modisch modernes Ambiente (Verena Hemmerleins Tennisplatz in Gelsenkirchen) keineswegs genügt, solange es insze­natorisch nicht gefüllt wird. Regisseur Andreas Baesler lässt den Chor in Ponnelle-­Manier über die Bühne wuseln (in Dortmund wird aus dem Off gesungen) und stört zentrale Arien von Fiordiligi (hervorragend: Claudia Braun) und Ferrando (sympathisch bemüht: Clemens-C. Löschmann) durch die Anweisung, Tennisbälle als Zeichen der Erregung zu schmettern.

Doch für das emotionale Quiproquo des ­Finales steht lediglich ein flüchtiger Händedruck. Die in Dortmund von Guglielmo gezückte Pistole ist zwar auch ein reichlich abgegriffener Coup, wirkt als Höhepunkt eines Leidens-Crescendos aber wenigstens stimmig.
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Opernwelt Juni 2005
Rubrik: panorama, Seite 41
von Matthias Norquet

Vergriffen
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