Apropos... Dresden
Stört es Sie, dass viele Politisches zu Israel von Ihnen hören wollen?
Das war anfangs so und für mich sehr schwer. Ich mag vieles an diesem wunderbaren Land, aber ich habe auch mit vielen Dingen Probleme. Ich fühle mich als Teil der Opposition. Aber so kann man eigentlich nur in Israel selbst auftreten, nicht außerhalb. Also spreche ich lieber über soziale Projekte wie «Save a child’s heart», das sich um herzkranke Kinder kümmert und dessen Botschafter ich bin.
Vor allem aber über «Sarab», eine Initiative, die jungen Beduinen, eine der ärmsten Gruppen Israels, mit musikalischer Ausbildung Perspektiven bieten will. Ich habe das mitgegründet.
Daniel Barenboim, dessen Assistent Sie waren, macht überall Opposition gegen Israel. Ist das sein Privileg als Elder Statesman der Dirigenten?
Das ist bei ihm eine andere Geschichte. Er ist zwar israelischer Staatsbürger, aber seine Familie lebt nicht dort. Meine schon. Eine nicht unwichtige Kleinigkeit.
Haben junge Dirigenten ein Problem, weil Traditionsorchester blocken?
Das habe ich nie erlebt. Vielleicht hatte ich Glück. Und, da muss ich auch meinem Agenten danken: Ich konnte immer die für mich richtigen Stücke machen. In Dresden habe ich mit ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Magazin, Seite 103
von Markus Thiel
Impressum
57. Jahrgang, Nr 9/10
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752293
Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 15.08.2016
Redaktion
Wiebke Roloff
Albrecht Thiemann (V. i. S....
In «Idomeneo», seiner vielleicht radikalsten, jedenfalls vor innovativer Musik geradezu berstenden Oper, zeigt Mozart das Psychodrama eines traumatisierten Kriegsheimkehrers und träumt zugleich eine Aufklärungsutopie. Auf der Rückfahrt vom trojanischen Krieg gerät Idomeneo in einen Sturm und gelobt Neptun, denjenigen zu opfern, der ihm als Erster nach der...
Am Tag danach war sie schon wieder in der Altstadt unterwegs. Weißblaues Kleid, der Gatte farblich passend gewandet, der Sohn aus erster Ehe ebenfalls dabei. Jeder, der mochte, konnte Salzburgs Royal Patchwork-Family knipsen – Anna Netrebko nimmt das schmerzfrei, ja sportiv: Wo das weltteuerste Festival gerade an akuter Giga-Star-Armut krankt, muss man dem Publikum...
