Jugendfrische Fantasie

Nach knapp zweijähriger Schließung meldet sich die Opéra Comique mit Marin Marais’ «Alcione» in ihrem Pariser Stammhaus zurück

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Am Himmel der Salle Favart ist jetzt wieder alles möglich. Und auf den Brettern sowieso. Klar, dass Intendant Olivier Mantei und die Bühnentechnik zur Wiedereröffnung der Opéra Comique die generalüberholte Maschinerie tanzen lassen. Mit fliegenden Sängern, Seilartisten und blütenweiß schwebenden Stoffsegeln. Zwanzig Monate war das 1898 eingeweihte Haus an der Place Boieldieu geschlossen – für die letzte Phase einer umfassenden Sanierung, die, bereits 2007 angeschoben und weitgehend bei laufendem Betrieb, vor allem während der (teils verlängerten) Sommerpausen vorangetrieben wurde.

Böden, Teppiche und Wandbespannungen, Sitze, Mosaiken und Malereien, Foyers, Treppenhäuser und Kronleuchter künden vom frisch polierten alten Glanz. Die Elektrik ist ebenso auf den neuesten Stand gebracht wie das System für die Be- und Entlüftung. Durch den Einbau eines Aufzugs sind nun endlich auch die Ränge barrierefrei zugänglich.

Insgesamt 17 Millionen Euro waren für die finalen, seit Juli 2015 absolvierten Arbeiten veranschlagt. Ob in dieser Summe auch die Kosten enthalten sind, die bei der Entwicklung jenes Gâteau Favart anfielen, den Jean-Christophe Jeanson, Chef-Pâtissier der Gourmetkette ...

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Opernwelt Juni 2017
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Albrecht Thiemann

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