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Jubilare
Als Papageno gab Håkan Hagegård 1968 an der Königlichen Oper von Stockholm sein Debüt. In derselben Rolle wurde der an der Königlichen Musikschule Stockholm und am Salzburger Mozarteum ausgebildete Bariton in Ingmar Bergmans Verfilmung von Mozarts «Zauberflöte» (1975) einem breiten Publikum bekannt. 1980 debütierte er an der New Yorker Met als Malatesta in Donizettis «Don Pasquale» (an der Seite von Beverly Sills als Norina) und trat seither an nahezu allen führenden Opernhäusern der Welt auf.
Sein Repertoire ist weit gefächert und umfasst Partien wie Don Giovanni, Amfortas, Conte Almaviva, Posa und Figaro. 1985 wurde Hagegård von König Karl XVI. Gustaf von Schweden zum Hofsänger ernannt. 1991 bekleidete er die Rolle des Beaumarchais in der Welturaufführungsproduktion von John Coriglianos «The Ghosts of Versailles» an der Met. Hagegård ist nicht nur als Opernsänger, sondern auch als Liedinterpret und Konzertsänger gefragt. Seine Aufnahme von Brahms’ «Ein deutsches Requiem» unter James Levine wurde mit einem Grammy Award ausgezeichnet. Am 25. November wird Håkan Hagegård 70 Jahre alt. Wir gratulieren.
«Markige Kraft und Geschmeidigkeit» bescheinigte ihm die «Stuttgarter ...
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Opernwelt November 2015
Rubrik: Service, Seite 60
von Marc Staudacher
Anfangs bringt sie kein Wort heraus. Nur ein paar diffuse Laute behaupten sich gegen die aufgekratzten Trompeten und Holzbläser, gegen den sirrenden Streicher-Sound. Erst in Takt 29 findet Alicia die Sprache wieder. «Du är du. Jag är jag», entgegnet sie dem Nazi-Vater, der sie für seine Sache einspannen will. «Du bist du. Ich bin ich.» Eine Quarte stürzt die Stimme...
Die zweitgrößte Stadt Rumäniens hat viele Namen: Cluj-Napoca in Siebenbürgen, deutsch Klausenburg, ungarisch Kolozsvár. Sie beherbergt ein Dutzend Ethnien, Menschen zehn verschiedener Glaubensrichtungen leben hier. Sie hat erstaunlicherweise (seit 2012 wieder) einen deutschen Bürgermeister und ist Sitz von gleich zwei Opernhäusern.
Das Architekten-Duo Fellner &...
In Winrich Hopp, dem künstlerischen Kopf der Münchner musica viva-Konzerte und des Berliner Musikfestes, hat das Werk Karlheinz Stockhausens seinen heute wohl energischsten unabhängigen Fürsprecher. Unabhängig deshalb, weil Hopp die experimentell forschende, weitgespannte Fantasie dieser Zukunftsmusik in den Fokus rückt, ohne deren esoterische Verpackung allzu...
