Gestückelt

Valery Gergiev ist dabei, den «Ring» aufzunehmen – jetzt liegt «Die Walküre» vor

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Ein neuer «Ring» soll geschmiedet werden – von Valery Gergiev und seinen Truppen. Die Arbeit daran soll sich über zwei Jahre hinziehen, was wohl an den internationalen Verpflichtungen der Beteiligten liegt, die nur selten gleichzeitig frei sind. Für die Aufnahme der «Walküre» zum Auftakt des Projekts fanden sie sich zwischen dem 24. und 27. Juni 2011, zwischen dem 16. und 19. Februar 2012, dann noch einmal zwischen dem 10. und 12. April zu konzertanten Aufführungen im Sankt Petersburger Mariinsky Theater ein.



Die Montage der am besten gelungenen Segmente aus verschiedenen Aufführungen (und Proben) ist durchaus ein gebräuchliches Verfahren. Die Frage, ob daraus eine Aufnahme «aus einem Guss» entstehen kann, mit dem Momentum einer ­organischen Aufführung, stellt sich ohnehin, doch sie stellt sich erst recht, wenn derart große Abstände zwischen den Daten liegen. Können die Sänger – oder auch das Orchester – über einen solchen Zeitraum die «Form» halten?

Valery Gergiev ist vor zehn Jahren mit einer «Ring»-Produktion seines Theaters auf Tournee gegangen. Sie wurde zum einen wegen der szenischen Einrichtung, zum anderen wegen der nicht nur sprachlich unzureichenden Sänger kritisiert. ...

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Opernwelt Mai 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 28
von Jürgen Kesting

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