Perlenfischer auf Mauritius

Wie ein spendabler Entrepreneur, ein junger Dirigent und idealistische Künstler aus aller Welt im Indischen Ozean Oper machen

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Das älteste Opernhaus der südlichen Hemisphäre? Es steht nicht in Buenos Aires, nicht in Mexico, nicht in Manaus, sondern auf Mauritius. Joseph Laglaine, ein französischer Entrepreneur, brachte 1790 eine 45 Personen starke Truppe von Musikern und Sängern auf die östlich von Südafrika gelegene Insel. Nach wenigen Jahren mit mehr oder weniger improvisierten Aufführungen wurde 1797 in Port-Louis das erste Theater errichtet, in dem die Compagnie Laglaine Opern, Operetten und Vaudevilles aufführte. 1818 wurde das Haus durch einen Zyklon zerstört.

Drei Jahre wich man in das Théâtre Municipal aus, das heute in einem recht trostlosen Zustand zu besichtigen ist. Der Kuppel sind die Namen von 18 Komponisten eingeschrieben, deren Werke dort im 19. Jahrhundert aufgeführt worden sind: Mozart und Meyerbeer, Rossini und Weber, Donizetti und Verdi, Gounod, Boieldieu u. a. 1933 baute man ein größeres Haus, das Théâtre du Plaza, das allerdings 1986 seine Pforten schloss.  
In diesem Haus wollte ein moderner Entrepreneur, Paul Olsen, Anfang September ein neues Kapitel der Operngeschichte von Mauritius aufschlagen. Da die Renovierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen waren, mussten die ...

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Opernwelt November 2009
Rubrik: Magazin, Seite 72
von Jürgen Kesting

Vergriffen
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