Große Szene in Niederbayern

Jetzt auch mit Wagner und Verdi: Wie das Landestheater sein Publikum zwischen Landshut und Passau umarmt

Opernwelt - Logo

Auf den Trank wurde schon andernorts verzichtet. Tristan und Isolde, das ist ja längst Regie-Common-Sense, brauchen für den Rausch keine Droge. Hier drängt es sie nach vorn an die Rampe, während hinten vertikal rasende Projektionen freien Fall suggerieren. Viel mehr geht nicht in diesem Raum, in dem sich auch Dressuren und Clowns denken lassen und der in einer der schönsten Städte Bayerns an deren wohl unwirtlichstem Ort zu finden ist. Wie lange das Landestheater Niederbayern noch im Theaterzelt am Landshuter Messegelände spielen muss, weiß keiner.

Das alte Stadttheater an der Isar wird nicht enden wollend renoviert. Immerhin einen Vorteil hat das: Das Drei-Städte-Unternehmen, das noch Passau und Straubing mit Schauspiel, Ballett und Musiktheater versorgt, kann sich größer Dimensioniertes gönnen.

«Aus dieser Idee ist der ‹Tristan› geboren», sagt der bei Wagner Regie führende Intendant Stefan Tilch. Mitte Mai riskierte man zusätzlich Verdis «Aida», die in der Passauer Dreiländerhalle herauskam. Das dortige Fürstbischöfliche Opernhaus hat zwar die Sanierung nach einem Hochwasser hinter sich, auf die Zusatzkapazitäten für solche Elefantenstücke mochte Tilch aber nicht verzichten. ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Juni 2016
Rubrik: Magazin, Seite 80
von Markus Thiel

Weitere Beiträge
Italienische Moderne

Wenige Episoden aus Dantes monumentaler «Commedia» sind so bekannt wie die Erzählung von der ehebrecherischen Liebe der Francesca da Rimini und ihres Schwagers Paolo Malatesta. Mindestens zwei Dutzend Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts griffen den Stoff auf. Für die literarische Moderne hat jedoch keine Oper so viel Gewicht wie die 1914 in Turin unter...

EX ORIENTE: Goldmarks «Königin von Saba» aus Freiburg

Die Vergangenheit schien lange Zeit rosig. Karl Goldmarks «Königin von Saba» aus dem «Carmen»-Jahr 1875 war viele Jahre ein großer Erfolg. Dann ­geriet sie in Vergessenheit, erst allmählich kehrt sie auf die Spielpläne zurück: 2002 in Mannheim, 2015 in Freiburg. Diese letzte Produktion (siehe OW 6/2015) liegt nun auf CD vor. Während man für die Aufführungen im...

Spielpläne

ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme

 

Deutschland

Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
www.theater-aachen.de
Bühne
– Smetana, Die verkaufte Braut: 5. (P), 10., 16., 18., 24., 26., 30.6.; 3., 6., 10.7.
ML: Thorau, I:...