Frivole Demut

Holger Falk und Alessandro Zuppardo stellen die dritte Lieferung ihrer Poulenc-Lied-Edition vor

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Das Enfant terrible Francis Poulenc, das – wie Jean Cocteau es beschrieb – «splitternackt auf Parties herumtollte und sich dabei wohlfühlte, als würde er eine Mönchskutte tragen», spiegelt sich auch in seinen Liedern. Etwa 150 davon hat der Komponist geschrieben, lustvoll zwischen Frivolität und christlicher Demut changierend, die meisten für den Bariton Paul Bernac.



Holger Falk, gleichfalls Bariton, stellt sozusagen eine kompetente deutsche Außenstelle für das Liederschaffen dieses Komponisten dar: Mittlerweile ist sein drittes Poulenc-Album erschienen, nach den Apollinaire-Liedern und jenen auf Texte von Paul Éluard sind es nun Gedichte von, unter anderem, Louis Aragon, Max Jacob, Federico García Lorca, Cocteau sowie die «Chansons gaillardes» und «Chansons villageoises».

Falk und sein Begleiter am Klavier, Alessandro Zuppardo, bewegen sich mit Selbstverständlichkeit und Eleganz im französischen Idiom (soweit dieses Urteil einem Nicht-Franzosen zusteht), schaffen den steten Wechsel zwischen Ironie und Melancholie überzeugend.
      

POULENC: MÉLODIES SUR DES POÈMES DES POÈTES DIVERS
Holger Falk (Bariton) Alessandro Zuppardo (Klavier)

Musikproduktion Dabringhaus und Grimm  MDG 603 ...

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Opernwelt Februar 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 27
von Gerhard Persché

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