Blumen des Guten
Nikolai Karetnikov gehört wie Arvo Pärt, Alfred Schnittke, Edisson Denissov, Valentin Silvestrov, Sofia Gubaidulina zu jener Generation um 1930 geborener Sowjet-Komponisten, die durch emigrierte Schönberg-, Berg- und Webern-Schüler in die Zwölftontechnik eingeführt und in den 60er-Jahren durch Funktionäre wie Tichon Chrennikov, Dmitry Kabalevsky oder Andrei Petrov von den Fleischtrögen des Sowjetischen Komponistenverbandes weggebissen wurden.
Sie verstummten, hielten sich finanziell mit Film- und Theatermusiken über Wasser oder flüchteten in Retro-Stile wie Neo-Gregorianik, -Romantik, -Folklore, -Tonalität, Neue Einfachheit, Polystilistik usw., die dem Allgemeinverständlichkeits- und Optimismusgebot des Sozialistischen Realismus entgegenkamen.
Doch diese Blumen des Guten waren «vergiftet». Sie hatten oft einen doppelten Boden, den zu entziffern sie heute teilweise wieder spannend macht. Als Karetnikov wegen seiner frühen Ballette Ärger bekam, griff er mit Charles de Costers «Ulenspiegel» einen Stoff auf, der als sozialistisches Erbe sanktioniert war, dessen Freiheitskampf gegen die spanische Inquisition aber auch auf die Gegenwart bezogen werden konnte. Karetnikov begann die ...
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Opernwelt Februar 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 28
von Boris Kehrmann
Valery Gergiev hat derzeit andere Sorgen als seine Aufnahmen. Auf dem Höhepunkt seiner Macht und im Jahr der Eröffnung von Mariinsky II (siehe OW 6/2013) wurde gegen ihn demonstriert. Nicht gerade Alltagserfahrung für einen Dirigenten. Seine Kumpanei mit Putin und seine mangelnde Distanz zu dessen Gesetzgebung hat eine Welle der Empörung ausgelöst – in New York...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
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– Der Barbier von Sevilla: 1.
– Verdi, Don Carlo: 9. (P), 15., 23.2.; 8., 16., 21., 23., 29.3.; 11., 19., 26.4.;...
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Anders als die «Drei Orangen» und «Der Spieler» hat es «Der feurige Engel» nie ins Repertoire geschafft. Die Komische Oper Berlin startet einen neuen Versuch. Die Geschichte von dem Mädchen, das den Teufel in Engelsgestalt liebt, inszeniert der Schauspielregisseur Benedict Andrews.
It’s got that swing!
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