Heiterer Ernst

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Opernwelt Juli 2008
Rubrik: Magazin, Seite 34
von Jürgen Otten

Vergriffen
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Thema verfehlt

Diese Inszenierung ist ein Paradoxon: Sie aktualisiert, und zwar nachdrücklich – doch nicht, um die Handlung uns Zeitgenossen näher zu bringen und dadurch fass­licher zu machen. Ganz im Gegenteil: Es ist die erklärte Absicht des Regisseurs Dmitri Tcherniakov, die Titelfigur fremd, ihr Handeln unbegreiflich erscheinen zu lassen. Bei Schostakowitsch ist diese...

Unglück der Erinnerung

Der Held ist absent. Hat sich aus dem Staub gemacht, kurz bevor es ernst zu werden drohte. Nichts wird es nun mit der anberaumten Hochzeit zwischen ihm, Parsifals Sohn, und der edlen Jungfrau Elsa. Leer ge­räumt steht die Hochzeitsvilla, leer geräumt ist Elsas Seele. Und wie leer geräumt sind auch die Klänge, die durch die hohen Räume vagieren, ausgehöhlt,...

Bieder, beengt

Die Geduld zahlte sich nicht aus: Achtundzwanzig Jahre hat man in Braunschweig auf diese «Lohengrin»-Neuinszenierung gewartet, doch zumindest szenisch blieb das Ergebnis unter dem üblichen Niveau des Staatstheaters.
Auf der Bühne sehen wir eine riesige Holzskulptur, halb Schwanenskelett, halb Trojanisches Pferd, die so gar nichts von Wagners silbrig-mystischer...