Kölsche Garantien
Die Botschaft klingt tröstlich: Die Probleme «seien insgesamt nicht so groß, als dass man sie nicht lösen könnte». Mit dieser Aussage reagierte Kölns frisch gewählter Oberbürgermeister Jürgen Roters auf die Frage der Boulevardpresse, wie es denn mit der Kultur und deren Etat künftig weitergehe. Eine Aussage, die in ihrer diplomatischen Konkretheit Mut machen sollte…
Die politischen Farben in Köln haben wieder einmal gewechselt, doch es steht nicht wirklich zu hoffen, dass sich am Gebaren der Polit-Auguren etwas ändern wird.
Kurz nach unserem Gespräch mit Uwe-Eric Laufenberg und Markus Stenz, noch vor der Kommunalwahl, taten sich – nach dem Krater des eingestürzten Stadtmuseums – neue Löcher auf, wenngleich nur rechnerische. Zunächst wurde bekannt, dass die Sanierung des Opernhauses rund 60 Prozent – stolze 164 Millionen Euro – teurer ausfallen dürfte als veranschlagt. Als Ursache der Kostensteigerung führte das Architekturbüro die Flächen für die technische Ausstattung an. Diese seien im ersten Planungsabschnitt nur näherungsweise erfasst worden und hätten sich später konkretisiert. Ach was! Das Ganze erinnert an plötzliche Erleuchtungsprozesse, die in Köln nicht unüblich sind. So ...
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Musiker, vor allem Kammermusiker, behaupten gern, sie wüssten bereits nach wenigen Takten der ersten gemeinsamen Probe, ob die Chemie zwischen ihnen stimmt. Wie ist das zwischen
einem Intendanten und einem Dirigenten?
Markus Stenz: Es ist vielleicht etwas kurios, aber Katharina Thalbach, die wir beide gut kennen und schätzen, hat von Anfang an geradezu rührend...
Oper ist kein Sport. Doch gelten auch in Opernbetrieben selbstverständlich ein paar zivilisatorische Grundregeln, die denen auf einem Bolzplatz vergleichbar sind. Zum Beispiel die, dass es nach einem fetten Foul die rote Karte gibt und dass nicht zwei auf einmal Erster werden können. Eine Besonderheit, die ein Opernhaus von einem Fußballverein unterscheidet, ist...
Als Albrecht Puhlmann im Herbst 2003 zum Intendanten der Staatsoper Stuttgart berufen wurde, herrschte allseits Zufriedenheit. Man glaubte, in dem Dramaturgen und Opernchef (Basel, dann Hannover) einen idealen Nachfolger für Klaus Zehelein, den erfolgreichen Vordenker eines konzeptionellen Musiktheaters, gefunden zu haben. Das vorzeitige, bittere Ende für Puhlmann...
