Versickert und versemmelt
«Wenn man das Ohr an den Bauzaun vom Berliner Flughafen hält, kann man leise
die Elbphilharmonie lachen hören.» – Der Spruch zwitschert munter durchs Internet und ist schon fast ein Bonmot. Weil man die Baustellen so schön austauschen kann: gegen Stuttgart 21. Gegen die Berliner Museumsinsel. Oder die Berliner Staatsoper, die wohl noch ein Weilchen im Schiller Theater hausen wird, obwohl sie in diesem Jahr zurück unter die Linden ziehen sollte. 2013 und 2014 wird’s nichts, 2015 klappt’s auch nur vielleicht.
Die Sanierungskosten werden inzwischen auf rund 288 Millionen Euro geschätzt: etwa 45,5 Millionen mehr als geplant. Für den Tunnel zwischen Bühnen- und Intendanzgebäude. Oder das Bollwerk gegen das Grundwasser. Durch die Terminverschiebung kommen etwa 5 Millionen Euro hinzu, allein für Baustellenbetriebskosten, Wachschutz, Lagerräume etc. Was könnte wohl die Choreografin Sasha Waltz mit dieser Summe anfangen? Sie bekommt vom Berliner Senat 1,85 Millionen für ihre Compagnie. Nicht genug, findet sie, und weil Kultursenator André Schmitz wegen der anstehenden Tarifsteigerungen die Summe nicht erhöhen will, überlegt sie, der Hauptstadt den Rücken zu kehren. Vladimir Malakhov ...
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Opernwelt März 2013
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Wiebke Roloff
Der eine ist ein seit Jahren viel beschäftigter und umjubelter Star der Alte-Musik-Szene, der andere erlebt gerade seinen Karrieredurchbruch. Doch nicht nur hinsichtlich ihres Karrierestatus und Alters unterscheiden sich Max Emanuel Cencic und Valer Barna-Sabadus: Die beiden Sänger stehen für unterschiedliche Ästhetiken des Falsettgesangs. Cencic reiht sich mit...
Rigoletto hat viele Gesichter. Der Hofnarr ist liebender Vater, zynischer Einzelgänger und grausamer Rächer. Am Zürcher Opernhaus achtet Quinn Kelsey aber auch auf die Übergänge, die zwischen den Extremen liegen. Die Hände von Gilda führt dieser Rigoletto mit sanfter Gewalt zum Gebet. Die eben noch beschimpften Entführer fleht er auf Knien an, damit sie ihm seine...
arte
1./7.3. – 6.00 Uhr
Arcadi Volodos
aus dem Musikverein Wien. Werke von Schumann und Liszt.
2.2. – 5.10 Uhr (3)
3.3. – 18.00 Uhr (4)
Operngeschichten.
Dokumentationsreihe von
Nicolas Crapanne. 3. La clemenza di Tito. 4. Carmen.
3.3. – 18.30 Uhr
8./19.3. – 6.00 Uhr
Kurt Masur dirigiert
Beethoven, Brahms und Bach. Gewandhausorchester Leipzig und Thomanerchor Leipzig.
Solist...
