Jugendbilder der Stars
Seit 2002 hat auch das Münchner Label Arts Music seine Archiv-Reihe, in der unveröffentlichte Schätze aus Rundfunkarchiven und zu Unrecht Vergessenes aus den Katalogen verschollener Firmen im Mid-Price-Segment zugänglich gemacht werden. Verwendet werden grundsätzlich nur Originalbänder. Nach 24Bit-Digitalisierung ergeben sie ein erstaunlich klares, transparentes und im Großen und Ganzen störgeräuschfreies Klangbild. Um Raubpressungen zu verhindern, beschränkt sich Johannes Kadar, der Kopf hinter der Serie, auf Aufnahmen, die jünger als fünfzig Jahre sind und Urheberschutz genießen.
Umfangreiche Lizenzverträge bestehen mit der italienischen RAI, mit dem Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks und mit der Rechtsnachfolgerin der Acanta. Aus diesen Quellen kommen jährlich ein Dutzend Veröffentlichungen aller Gattungen der klassischen Musik auf den Markt, Opernaufnahmen jeweils mit Libretto, und ausschließlich in der Originalsprache.
Den Vogel unter den Neuerscheinungen schießt Maurice Ravels Féerie «L’Enfant et les Sortilèges» in einer Live-Aufnahme mit Chor und Orchester der RAI in Rom vom
16. März 1963 unter Peter Maag ab. Das ist hellwach, klar und witzig musiziert, mit naivem ...
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Riccardo Zandonai stammte aus dem gebirgigen Trentino, was vielleicht seine Vorliebe für das frostige Sujet der «Cavalieri di Ekebú» erklären hilft. Selma Lagerlöfs schwedischer Nationalroman «Gösta Berling» erhielt seine Vertonung im Geiste des Verismo, jedoch in den überwältigenden Sphärenklängen des italienischen Expressionisten, der bereits mit dem Melodram...
Das Orchester als Dialogpartner. Es wird zum wahrhaft verschmitzten Diskutanten. Schüttet Spott und Ironie über den Saiten aus, Schalk stiebt aus Flöten und Blech. Verdis «Falstaff» kann für ein Orchester im besten Fall zur schmucken Visitenkarte geraten, aber auch, im schlimmsten Fall, zum kollektiven Offenbarungseid. Das London Symphony Orchestra hat sich im...
Musikalisch ist es die berühmteste Szene aus «Lucio Silla»: Giunia steigt in die Katakomben hinab. Für dieses dritte Bild des ersten Aktes schrieb der 16-jährige Mozart eine Chromatik, die weit in die Zukunft vorausweist. Natürlich hört man das Vorbild Gluck. Doch selbst wenn man dessen «Alceste» mitdenkt, bleibt die Musik erstaunlich. Die dunkle Klangfärbung...
