Genutzte Chance

Mozarts «Figaro» als Kooperation zwischen Jenaer Philharmonie und Weimarer Musikhochschule

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Seit 1987 der Zuschauerraum des Jenaer Stadttheaters abgerissen wurde und sich die damaligen Kulturfunktionäre der trügerischen Hoffnung auf einen Theaterneubau hingaben, muss Jenas Publikum auf Musiktheater in der eigenen Stadt weitgehend verzichten. Bruno Scharnberg, seit 2003 Intendant der Jenaer Philharmonie, plante bereits im ersten Jahr seines Wirkens die ­konzertante Auffüh­rung einer Mozart-Oper. Scharnberg sprach mit den Professoren der Opernschule an der Weimarer Musikhochschule «Franz Liszt» über Möglichkeiten der Kooperation.

Es entstand eine Zusammenarbeit, die beiden Seiten Gewinne eintrug: zwei eigenständige Einrichtungen gingen für den Projektzeitraum eine Symbiose ein.
Die gesangstechnische Vorbereitung des «Figaro» lag bei den Weimarer Gesangsklassen, ehe Ulrich Vogel und Elmar Ful­da die musikalisch-stilistische und szenische Einstudierung der Rollen übernahmen. Ab Oktober 2005 arbeitete der Jenaer Chef­dirigent Nicholas Milton mit den Studenten an ihren Gesangspartien. Entsprechend des Ausbildungsprofils der Hochschule und der sehr gedrängten Aufführungstermine war jede Rolle doppelt besetzt.
Die italienischen Rezitative wurden gestrichen. Elmar Fulda verfasste ...

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Opernwelt April 2006
Rubrik: Magazin, Seite 29
von Dietmar Ebert

Vergriffen
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