Humperdinck: Königskinder (A. Jordan)
Der Mitschnitt einer konzertanten Aufführung der «Königskinder» vom Juli 2005 aus Montpellier ist wohl eine der letzten Aufnahmen des am 20. September 2006 gestorbenen Armin Jordan, der ursprünglich auch die neue Zürcher Produktion dirigieren sollte. Seine Opern-Diskografie ist schmal. Immerhin sind auf CD erschienen: «Pelléas et Mélisande» (1981), «Le Roi Arthus» (1985), «Zauberflöte» (1989), «Le Roi d’Ys» (1990), «Ariane et Barbe-Bleue» (1991), «La Voix humaine» (2001) und «Eine florentinische Tragödie» (2004).
Auf DVD gibt es «Parsifal» (als «Soundtrack» des Syberberg-Films von 1982) und «Tristan» (live aus Genf 2005).
An «Tristan» knüpfen die 1897 in der Melodram-Fassung und 1910 als Oper uraufgeführten «Königskinder» interpretatorisch an. Den klaren, unsentimentalen Blick, mit dem Jordan die Wagner-Partituren durchleuchtete, lässt er auch der Humperdinck-Oper angedeihen. Statt Pathos ist Empfindsamkeit und Altersweisheit zu hören. Nicht immer fängt der Rundfunkmitschnitt das Klangbild allerdings hinreichend plastisch ein. Dafür können sich die exzellenten Sänger gut behaupten, allen voran Jonas Kaufmann als Königssohn und der ebenfalls jugendlich lyrische Spielmann des ...
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