Fundstücke auf Seitenwegen

Lieder aus Skandinavien, Polen, Korea und China

Opernwelt - Logo

Seit Jahren, so unkte vor einiger Zeit der Pop-Kritiker einer großen deutschen Tageszeitung, wären Musikkonzerne und Plattenfirmen damit beschäftigt zu schrumpfen, zu fusionieren oder zu sterben. Dazu auch die Aufnahmestudios. Denn immer mehr Künstler nutzten die Möglichkeiten, die neue Software und schnellere Rechner bieten; so breitete sich im gesamten Pop quasi eine Do-it-Yourself-Mentalität aus, was dazu führte, dass die Flut neuer Musik inzwischen völlig vom Zustand der Musikindustrie abgekoppelt sei.
Im Klassik-Bereich sieht das etwas anders aus.

Denn die beste Software, die schnells­ten Rechner ersetzen das «Handwerk» nicht: Wer nicht singen kann oder ein Instrument schlecht spielt, wird seine Botschaft nicht gut rüberbringen. Auf der anderen Seite ermöglicht die etwa gegenüber der Vinyl-Platte weit kostengünstigere Herstellung der digitalen CD kleineren Firmen oder auch den Künstlern selbst, quasi mit «Exoten» auf sich aufmerksam zu machen. Denn während die «Majors» (wie die großen Firmen branchen­intern genannt werden) in den letzten Jahren viel musikalisches Fast-Food auf den CD-Markt warfen, die Medley- und Kompila­tions-Alben mancher Stars etwa oder die ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt November 2008
Rubrik: Medien/CDs, Seite 27
von Gerhard Persché

Vergriffen
Weitere Beiträge
Reizvolle Trouvaille

Schon der Name «Neue Düsseldorfer Hofmusik» zeigt, dass man bei der Gründung des Barockorchesters im Jahr 1995 einen spezifisch lokalen Anknüpfungspunkt suchte. Man fand ihn in den Jahrzehnten um das Jahr 1700, als Düsseldorf für rund fünfunddreißig Jahre Sitz des pfälzischen Kurfürsten Johann Wilhelm («Jan Wellem») und eine der glanzvollsten deutschen...

Schöne Fremde

Bereits zu ihrer Entstehungszeit wurde Vincenzo Bellinis vierte Oper «La straniera» kontrovers aufgenommen: Während das Drama um eine untergetauchte Franzosenkönigin («Die Fremde») den Geschmack des Publikums traf, das nach bizarren mittelalterlichen Schauergeschichten dürstete, bemängelten die Kritiker die Kurzatmigkeit der melodischen Empfindung. Letzteres lag...

Ende einer Ära: Wolfgang Wagner tritt ab

Am 28. August ging auf dem Grünen Hügel zu Bayreuth eine Ära zu Ende: An diesem Tag wurde Wolfgang Wagner offiziell als Leiter der Festspiele verabschiedet. Achtundfünfzig Spielzeiten hatte der inzwischen 89-Jährige maßgeblich geprägt. Seit dem Tod seines Bruders Wieland 1966 beherrschte er zweiundvierzig Jahre allein das Geschehen im Festspielhaus. Insgesamt 1706...