Pionieraufnahmen für den West-Markt
Das amerikanische Label RCA war zu Beginn der 1950er-Jahre der Pionier stereofoner Orchester-Aufnahmen. Decca setzte wenig später in Europa Maßstäbe bei Opernproduktionen mit der neuen Technik. Jahrzehnte garantierte das in diesen Jahren entwickelte Mikrofon-Modell, der Decca-Tree, der Firma technische überragende Einspielungen. Zwei berühmte Beispiele der jungen Stereofonie, beide in Wien aufgenommen, sind Erich Kleibers «Figaro» (Juni 1955) und Strauss’ «Frau ohne Schatten» unter Karl Böhm (Dezember 1955).
In dieser Aufbruchsstimmung, vorangetrieben von Decca-Chef Maurice Rosengarten, wurde entschieden, 1955 in Jugoslawien sieben russische Opern von Glinka, Borodin, Mussorgsky, Tschaikowsky und Rimsky-Korsakow aufzuzeichnen. Sie kommen nun erstmals offiziell auf CD heraus; der rührige Produzent Cyrus Meher-Homji wertet seit vielen Jahren den Backkatalog der Universal mit den Labels Decca, Philips und Deutsche Grammophon aus und veröffentlicht die Funde beim australischen Label Eloquence Classics.
Mitten im Kalten Krieg spielte Titos kommunistischer Staat eine eigenständigere Rolle als andere Satelliten der UdSSR, in den geschäftlichen Beziehungen zum Westen agierte man ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Februar 2019
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 21
von Götz Thieme
Zu einer Zeit, als auch für das Lied orchestrale Heerscharen aufgeboten wurden, stimmte Hugo Wolf mit dem «Italienischen Liederbuch» einen Lobgesang auf den Zauber des Alltäglichen an – gleich die erste Nummer kündigt das programmatisch an: «Auch kleine Dinge können uns entzücken». Anfang 2018 waren Wolfs 46 Miniaturen europaweit einem Arena-Ambiente ausgesetzt:...
Gilda und Rigoletto belauschen von draußen, wie sich der Herzog in der Wirtsstube an Maddalena heranmacht: Die zentrale Quartett-Szene im dritten Akt fasst simultanes Geschehen in getrennten Räumen musikalisch zusammen und bringt das Drama damit auf den Punkt. Denn Gilda ist nun gezwungen zu erkennen, wer ihre Entführung aus dem väterlichen Haus veranlasst hat –...
60. Jahrgang, Nr 2
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752319
Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
redaktion@opernwelt.de
www.opernwelt.de
Redaktion
Jürgen Otten, Albrecht Thiemann (V. i. S. d. P.)
Redaktionsbüro
Andrea Kaiser | redaktion@opernw...
