Arrivederci Napoli!
Im Zuge der italienischen Opernkrise hat nach nur zweieinhalb Jahren im Amt auch Nicola Luisotti im vergangenen Oktober seinen Rücktritt vom Posten des Musikdirektors am Teatro di San Carlo in Neapel verkündet. Doch anders als Riccardo Muti in Rom scheidet Luisotti mit Anstand: Er hat dem Management, dem Mitarbeiterstab, seinem neapolitanischen Publikum und der Stadt seinen herzlichen Dank ausgesprochen und versichert, dass der Schritt vor allem durch seine Verpflichtungen als Musikchef der San Francisco Opera bedingt sei.
Die musikalische Leitung der beiden Opern, die der aus der Provinz Lucca stammende Dirigent in diesem Jahr übernehmen sollte – «Salome» und «Luisa Miller» –, fällt nun seinen Kollegen Gabriele Ferro bzw. Daniele Rustioni zu. Doch auch wenn Luisotti seine Bereitschaft erklärte, dem Haus in nicht allzu ferner Zukunft als Gastdirigent zur Verfügung zu stehen, halten die Spekulationen über seine Unzufriedenheit mit den Zuständen an Neapels altehrwürdigem Operntempel an. Dem von der Regierung kommissarisch eingesetzten Geschäftsführer Michele Lignola und der von Letzterem engagierten sovrintendente Rosanna Purchia gelang es zwar, das Haus aus den roten Zahlen zu ...
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Opernwelt Februar 2015
Rubrik: Im Focus, Seite 8
von Carlo Vitali
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
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– Weber, Der Freischütz: 1. (P), 6.2.; 1., 7., 15., 24.3.; 1., 26.4.; 6., 15., 31.5.; 4., 6., 30.6.
ML: Thorau,...
Schlimmer hätte es für ihn nicht kommen können: Von den Nazis als «entartet» gebrandmarkt, von den Stalinisten als zu «formalistisch» eingestuft, durfte der 1893 geborene tschechische Komponist Alois Hába erst kurz vor seinem Tod erleben, dass seine vierteltönigen Experimente von der Nachkriegsavantgarde aufgegriffen wurden. Diesen historischen Umständen ist es...
Es war ein Traum. Und eine Riesenanstrengung. Aber auch ein Sog, der alle mitriss. Noch immer klingt sie nach, die «Wiederentdeckung» der Opernsaison 2012/13, Meyerbeers letzte Grand opéra. Als Bernhard Helmich und Frank Beermann vor rund zehn Jahren beschlossen, das unter dem Namen «L’Africaine» bekannte Schmerzenskind des Komponisten endlich in der ursprünglichen...
