Meilenstein
Bernd Alois Zimmermanns «Soldaten» am Teatro Colón – das hat es noch nie gegeben. Eine Erstaufführung, nicht nur in Buenos Aires und Argentinien, sondern in ganz Südamerika. Die Einzigartigkeit, die außergewöhnliche Qualität dieses Ereignisses kann man nicht genug betonen. Und seine Tragweite besser verstehen, wenn man es aus der Geschichte des Hauses betrachtet.
Schlüsselwerke des 20.
Jahrhunderts standen immer wieder einmal auf dem Spielplan des Colón – von Alban Bergs «Wozzeck» (1952) über die erste Aufführung der von Friedrich Cerha vervollständigten Berg’schen «Lulu» (1993) bis jetzt zu Zimmermanns Opus magnum. Aber noch nie war die Herausforderung so groß. Ursprünglich sollten «Die Soldaten» im Rahmen des von Martín Bauer geleiteten Zyklus «Zeitgenössisches Colón» (Colón Contemporáneo) vorgestellt werden. Später jedoch entschied der (unlängst zurückgetretene) Direktor des Theaters, Darío Lopérfido, die Produktion in das reguläre Abonnement-Programm zu nehmen (neben «Don Giovanni», «Dido and Aeneas» und «Fidelio»). Die von dem designierten Uraufführungsdirigenten Günter Wand einst als unaufführbar eingestufte Oper wandelte sich so endlich auch in Argentinien vom «unmöglichen» ...
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Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Panorama, Seite 52
von Pablo Gianera
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Im Hintergrund die grasigen Kämme des Peak Districts, in der Talsohle das Flüsschen Wye – seine pittoreske Lage in den Midlands macht den alten Kurort Buxton zur idealen Festival-Location. Schon 1903, als Heilbaden in Mode war und das Kurgeschäft blühte, errichtete man im Stadtzentrum voller Optimismus sogar ein kleines Opernhaus. Längst spielen die Spas keine...
Berlioz, szenisch? Gab es in Moskau lange nicht. Im Bolschoi Theater dirigierte Alexander Vedernikov 2002 «La Damnation de Faust» – konzertant. Überdies fehlten ihm damals, wie er selbst befand, zwei Wochen Probezeit. Der aktuelle Generalmusikdirektor, Tugan Sokhiev, führte im April dieses Jahres in einem Galakonzert Berlioz’ Requiem auf, wobei zwar der Chor des...
