Amor im Kühlschrank

Rameau: Hippolyte et Aricie Glyndebourne / Festival

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Erfolgreiche Wiederbelebungen barocker Opern haben in Glyndebourne Tradition: zunächst mit Werken von Cavalli und Monteverdi in den 1960er- und 1970er-Jahren, ab Mitte der Neunzigerjahre dann mit Händel- und zuletzt mit Purcell-Opern. Auch in diesem Jahr setzte die Festival-Leitung diese programmatische Linie fort und wartete zum ersten Mal mit einer Oper von Jean-Philippe Rameau, ja, überhaupt einer französischen Barockoper auf.



Eingeladen wurde dasselbe Produktionsteam, das 2009 Purcells «Fairy Queen» mit außergewöhnlichem Erfolg zur Aufführung gebracht hatte: Regisseur Jonathan Kent, Designer Paul Brown sowie der ausgewiesene Kenner des französischen Barock, William Christie. Es spielte das Glyndebourne-erprobte Orchestra of the Age of Enlightenment. Doch während Kents Präsentation von Purcells Semi-Oper einem zeitweilig für die erfolgreiche Aufführungspraxis verloren gelaubten Genre zu neuer Geltung verholfen hatte, wirkte sein Konzept für Rameaus «Hippolyte et Aricie» über weite Strecken eher albern und wenig überzeugend.

Die Ausstattung von Paul Brown, gewohnt kreativ und technisch findig, trieb diesmal abenteuerliche Blüten. Der allegorische Prolog der Oper, in sich dem Diana ...

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Opernwelt August 2013
Rubrik: Panorama, Seite 45
von George Hall

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