Traumberuf Opernsänger?

Vier Bücher erkunden die Berufspraxis des klassischen Gesangs

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Nicht einmal 100 Sängerinnen und Sänger gibt es weltweit, die als Stars gelten. Für die anderen kann das Leben bitter werden. 1600 Euro brutto Mindestgage im festen Engagement – bei unbegrenzter Zahl an Proben und Vorstellungen. Ständige Selbstbehauptung. Arbeitszeiten, die sich kaum mit einer Familie koordinieren lassen. Soziale Unsicherheit angesichts kurzer Verträge. Physischer und psychischer Verschleiß. Ist Opernsänger ein Traumberuf?

Für alle, die das herausfinden und damit auch ein Stückchen weit sich selbst finden wollen, gibt es jetzt einen Leitfaden.

Verfasst hat ihn Gerd Uecker, bis 2010 Intendant der Dresdner Semperoper. Er kennt den Betrieb aus dem Effeff. Von der Fächereinteilung über die Menstruation bis zur Lohn- und Einkommenssteuer lässt er keinen Aspekt der Berufspraxis aus. Einen erhobenen Zeigefinger hat er dabei nie nötig, bleibt vielmehr auf angenehme Weise zurückhaltend und konkret zugleich. Vieles, was er sagt, erscheint ganz selbstverständlich und wird im Alltag trotzdem dauernd missachtet. Etwa, dass eine Arie, die man perfekt beherrscht und vorsingt, noch lange nicht die ganze Partie ist (Paradebeispiel: Rusalka). Oder dass es keinen Sinn macht, ständig ...

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Opernwelt Februar 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 28
von Stephan Mösch

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